
Vatikan nennt Verhaftungspläne für Papst "originell"
Zwei Autoren planen laut Medienberichten, das Kirchenoberhaupt als angeblichen Hauptverantwortlichen für die sexuellen Vergehen katholischer Kleriker vor Gericht zu bringen
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Vatikan-Sprecher Lombardi |
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(Radio Vatikan) Die Ankündigung des britischen Atheisten Richard Dawkins, den Papst bei seinem Großbritannien-Besuch wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit festnehmen zu lassen, ist nach Worten von Vatikansprecher Federico Lombardi eine „originelle Idee“. Eine ernsthafte Auseinandersetzung verlange aber fundiertere Argumente, erklärte der Jesuit am Dienstag auf Anfrage.
Benedikt XVI. reise als Staatsoberhaupt und auf Einladung der britischen Regierung nach England. Es wäre daher kurios, wenn die Gastgeber diesen Anlass für eine Festnahme nutzen wollten, sagte Lombardi. Der Autor Dawkins und sein Kollege Christopher Hitchens planen laut Medienberichten, das Kirchenoberhaupt als angeblichen Hauptverantwortlichen für die sexuellen Vergehen katholischer Kleriker vor Gericht zu bringen. Eine entsprechende Klage wollen die Initiatoren durch die Menschenrechtsanwälte Geoffrey Robertson und Mark Stephens vorbereiten lassen.
Benedikt XVI. reist vom 16. bis 19. September nach Großbritannien. Im vergangenen Jahr musste die damalige israelische Außenministerin Zipi Livni eine Reise nach Großbritannien wegen einer drohenden Klage absagen. Auf Betreiben von Palästinensern hatte ein Londoner Gericht Haftbefehl wegen des Vorwurfs erlassen, israelische Soldaten seien während des Gaza-Konflikts an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen.
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