Ordensspitäler ersparen Steuerzahler 200 Millionen Euro
Eine aktuelle Studie bestätigt, dass Ordensspitäler bei gleicher Leistungsqualität deutlich kostengünstiger arbeiten als vergleichbare öffentliche Krankenhäuser
Image (img2) invalid or missing |
|
Wien, 15.04.2010 (KAP) Eine aktuelle Studie bestätigt, dass Ordensspitäler bei gleicher Leistungsqualität deutlich kostengünstiger arbeiten als vergleichbare öffentliche Krankenhäuser. Die Ordensspitäler hätten 2008 ihren Kostenvorsprung gegenüber dem Gesamt-Durchschnittswert im stationären Bereich von rund 14 Prozent gehalten und würden in der Leistungsqualität praktisch gleichauf liegen, so Franz Bichler vom Beratungsunternehmen Unitas-Solidaris in einer Presseaussendung am Donnerstag.
Er bezieht sich auf eine neue Analyse auf Basis der überregionalen Kostenrechung des Gesundheitsministeriums. Durch den Kostenvorsprung zum Durchschnittswert (Benchmark) werde pro Jahr ein Betrag von rund 200 Millionen Euro für den Bund, die Länder und letztlich für die Steuerzahler eingespart, so Bichler.
P. Leonhard Gregotsch, Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs, sieht sich durch die Studie in den Anstrengungen der geistlichen Krankenhäuser bestätigt. Diese seien "Pioniere bei Qualitätsmanagement und schlanker Spitalsverwaltung". Gregotsch: "Damit helfen wir mit, das Gesundheitssystem finanzierbar zu halten."
"Qualität und Effizienz sind keine Widersprüche im Gesundheitswesen", so Michael Heinisch von der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Ordensspitäler. Bei der anstehenden Reform des Gesundheitswesens müsse am richtigen Ort gespart und am richtigen Ort investiert werden. Und öffentliche Mittel müssten dort ankommen, wo sie für den Patienten den größten Nutzen stiften, so Heinisch.
Der Anteil der Ordensspitäler an den gesamten Spitalsbetten liegt in Österreich bei rund 18 Prozent.
Linktipp: