67.000 Besucher bei Passionsspielen
Eisenstadt, 21.8.06 (KAP) 67.000 Menschen sahen heuer die Passionsspiele im Römer-Steinbruch im burgenländischen St. Margarethen. Diese Erfolgsbilanz wurde am Montag bekannt gegeben. Neben heimischen Besuchern sahen die Spiele, in deren Mittelpunkt Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu stehen, Gäste aus acht weiteren europäischen Landern sowie aus den USA und Kanada. Unter den ausländischen Besuchern waren auch Delegationen aus deutschen, französischen, italienischen, ungarischen und spanischen Passionsspielorten.
Eine einzige Vorstellung (die letzte der Spielsaison 2006) musste am Sonntag, 20. August, nach einer Stunde Spielzeit wegen Schlechtwetters abgebrochen werden. Besonders gelobt wurde heuer die eindrucksvolle Lichtdramaturgie. Rund ein Viertel der 70 Sprechrollen war neu besetzt. Unter den 650 Mitwirkenden waren mehr als ein Drittel Jungfamilien mit Kindern sowie viele Jugendliche. Für Herbert Gabriel war es die letzte Spielsaison als Christusdarsteller. Er möchte Jüngeren die Chance geben und freut sich auf seine neue Aufgabe bei den nächsten Spielen im Jahr 2011.
St. Margarethen ist Gründungsmitglied der "Europassion", einer Vereinigung europäischer Passionsspielorte. 60 Spielgemeinschaften aus 15 europäischen Ländern gehören der "Europassion" an, unter ihnen neun aus Österreich. Die "Europassion" mit Sitz im belgischen Ligny möchte vor allem den Erfahrungsaustausch forcieren und religiöse Theateraufführungen als Beitrag zu einer geistigen Erneuerung in einem vereinten Europa fördern. Insgesamt gibt es in Europa mehr als 80 Passionsspielorte.