Papst in Portugal: Hunderttausende Gläubige erwartet
Anlass der Papstreise vom 11. bis zum 14. Mai ist der zehnte Jahrestag der Seligsprechung von zwei der insgesamt drei Hirtenkinder, denen Maria erstmals 1917 in Fatima erschienen sein soll
Image (img2) invalid or missing |
|
Höhepunkt der bevorstehenden Portugalreise von Papst Benedikt XVI. wird nach Aussage von Vatikansprecher P. Federico Lombardi der Besuch des Marienheiligtums in Fatima sein. Während der Vorstellung des Besuchsprogramms hob Lombardi am Dienstag die besondere persönliche Verbundenheit des Papstes mit diesem Ort hervor. Fatima sei für den Papst nicht irgendein Marienheiligtum, sondern ein Ort, mit dem er sich als Theologe eingehend befasst habe. Lombardi verwies vor allem auf die Veröffentlichung und Kommentierung des sogenannten "dritten Geheimnisses" von Fatima durch Kardinal Joseph Ratzinger im Jahr 2000 als Präfekt der Glaubenskongregation.
Anlass der Papstreise vom 11. bis zum 14. Mai ist der zehnte Jahrestag der Seligsprechung von zwei der insgesamt drei Hirtenkinder, denen Maria erstmals 1917 in Fatima erschienen sein soll.
In Fatima steht am 13. Mai eine Messe des Papstes mit mehreren Zehntausend Gläubigen auf dem Gelände des Marienheiligtums auf dem Programm. Am Abend zuvor zelebriert Benedikt XVI. in der Dreifaltigkeitskirche von Fatima einen Vespergottesdienst mit Priestern, Diakonen und Ordensleuten.
Als weiteren Höhepunkt der Reise nannte Lombardi ein Treffen mit Vertretern aus der Welt der Kultur am 12. Mai in Lissabon. Dort wird der 101-jährige portugiesische Regisseur Manoel de Oliveira ein Grußwort an den Papst richten.
Der Vatikansprecher kündigte an, dass der Papst sich auch zu gesellschaftlichen Fragen äußern werde. Nähere Angaben zu möglichen Themen machte jedoch er nicht. Die portugiesische Kirche hatte die Familienpolitik der Regierung in Lissabon wiederholt kritisiert.
Hunderttausende Gläubige erwartet
Etwa 450.000 Menschen werden den Papst nächste Woche in den Städten Lissabon und Porto begleiten. Diese Schätzung der portugiesischen Polizei wurde jetzt in den Medien bekannt. Für die Hauptstadt rechnen die Ordnungshüter mit bis zu 300.000 Menschen, die voraussichtlich am 11. Mai einen Blick auf Benedikt XVI. werfen wollen. Für Porto, das der Papst am 14. Mai besucht, liegt die Schätzung zwischen 150.000 und 200.000 Menschen. Auch für den Marienwallfahrtsort Fatima, dem der Papstbesuch vor allem gilt, wird mit einer hohen Teilnehmerzahl gerechnet. Mehr als 2.000 Journalisten aus 24 Ländern haben sich für die Berichterstattung angemeldet.
Linktipp: