"Ohne Familie mit Kindern gibt es keine Zukunft"
Der Katholische Familienverband Österreich (KFÖ) hat anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai an die unverzichtbaren Leistungen von Familie erinnert
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Wien, 14.05.2010 (KAP) Der Katholische Familienverband Österreich (KFÖ) hat anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai an die unverzichtbaren Leistungen von Familie erinnert: "Ohne Familie mit Kindern gibt es keine Zukunft. Deshalb ist die Familie in den verschiedenen Formen besonders schützens- und unterstützungswert", so Steindl. Man trete "entschieden gegen kolportierte Einsparungen im Familienressort" ein und fordere eine Aufwertung von Familienleistungen.
In der Familienpolitik gibt es laut KFÖ "zahlreiche Baustellen". So würden Familienleistungen jährlich an Wert verlieren. Deshalb forderte der KFÖ eine automatische Anpassung von Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Kinderabsetzbetrag, Pflegegeld und ähnlichen Familienleistungen an den Verbraucherpreisindex.
Auch sollte die Finanzierung des Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) sichergestellt sein. Dazu fordert der KFÖ einen Prozentpunkt der Umsatzsteuer und das Heranziehen von Kapitalerträgen. Weiters macht sich der KFÖ für eine Familienverträglichkeitsprüfung stark, der sich alle Gesetze und administrativen Maßnahmen unterziehen sollten.
Der KFÖ spricht sich auch für die Erhöhung des Kinderbetrages bei der Mindestsicherung und einer progressiven Geschwisterstaffelung wie bei der Familienbeihilfe aus: Dieser sei mit 134 Euro zu niedrig angesetzt und liege in manchen Bundesländern sogar unter dem aktuellen Kinderrichtsatz der Sozialhilfe.
Die Abschaffung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld sei ebenso vonnöten wie flankierende Maßnahmen für die Fristenregelung: "Der KFÖ setzt sich für einen umfassenden Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum Tod ein", so der Familienverband. Notwendig seien auch ein staatlicher Hilfsfonds für Schwangere in Notlagen, eine mindestens dreitägige Überlegungsfrist zwischen ärztlicher Beratung und Abtreibung sowie eine bundesweite Motivforschung und Dokumentation.
In anderen Ländern kämpfen Familien ums Überleben
"Missio" (Päpstliche Missionswerke in Österreich) betonte anlässlich des Internationalen Tages der Familie in einer Aussendung, dass viele Familien in den Ländern des Südens um das tägliche Überleben kämpfen.
In Kambodscha z. B. seien durch die Massenvertreibung der Zivilbevölkerung aus den Städten während des Pol Pot-Regimes soziale Verbindungen zerstört und Familien auseinandergerissen worden. "Viele Kinder wuchsen ohne die Geborgenheit einer Familie auf", so "Missio". Viele hätten mit ansehen müssen, wie ihre Eltern getötet worden seien. Andere seien selbst gefoltert worden. "Heute sind diese Kinder erwachsen und haben schwere psychische Probleme: Schlafstörungen, Depressionen, Aggressionen und Bindungsunfähigkeit."
Laut einer Studie des Frauenministeriums in Kambodscha seien drei von vier Männern der Meinung, dass körperliche Gewalt angebracht ist, wenn eine Frau die Vorrechtsstellung des Mannes infrage stellt. Unterstützung bietet u. a. das 1997 gegründete "Cambodian Women's Crisis Center".
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