Caritas: Kein Sparpaket auf dem Rücken der Ärmsten
Erfreut bilanzierte Caritas-Direktor Landau über die Spendenfreudigkeit und Hilfsbereitschaft der Österreicher 2009
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Wien (KAP) Der Wiener Caritasdirektor Michael Landau hat erneut an die Bundesregierung appelliert, im Rahmen der kommenden Budgetsparmaßnahmen kein Sparpaket auf dem Rücken der Ärmsten zu schnüren. "Hier kann mit einem kleinen Einsparungspotenzial ein Riesenschaden angerichtet werden", warnte Landau in der "Kronen Zeitung" (Sonntag-Ausgabe). Auch wenn viele Betriebe die Wirtschaftskrise großteils überwunden hätten, sei die Krise für Bedürftige immer noch spürbar.
Erfreut bilanzierte Landau über die Spendenfreudigkeit und Hilfsbereitschaft der Österreicher im vergangenen Jahr. Laut Jahresbericht 2009 der Caritas der Erzdiözese Wien konnte die Caritas mehr als 14,7 Millionen Euro an Spenden und Erbschaften lukrieren. Dank der Unterstützung der vielen Spender sei es der Caritas möglich, durch tatkräftige Nächstenliebe "kleine Wunder" zu wirken, so Landau im Vorwort zum Jahresbericht.
Insgesamt konnte die Caritas der Erzdiözese Wien 2009 mehr als 186 Millionen Euro für ihre Arbeit aufwenden. U.a. wurde 50 Millionen Euro für Senioren- und Pflegehäuser verwendet, 44 Millionen Euro für mobile Dienste und Hospizdienste sowie 35 Millionen Euro für Behinderteneinrichtungen verwendet. Für Hilfe im Bereich von Asyl und Integration wurden knapp 26 Millionen Euro aufgewendet. Knapp 3,3 Millionen Euro flossen in die Auslandshilfe.
Landau: "Es geht immer um die Menschen hinter den Zahlen - in ihrer konkreten Not, aber auch in den kleinen und großen Wundern des Alltags."
Da die Caritas viele ihrer Aufgaben im Auftrag der öffentlichen Hand leistet, lag der Anteil der öffentlichen Kostenersätze an den Gesamteinnahmen 2009 bei etwas über 67 Prozent. Rund 16 Prozent entfielen auf private Kostenersätze, knapp neun Prozent machten kirchliche Beiträge und öffentliche Subventionen aus. Der Anteil der Spenden und Erbschaften belief sich auf knapp acht Prozent.
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