Deutsche Bischöfe bedauern Rücktritt von Horst Köhler
Der zurückgetretene Bundespräsident habe "viel für unser Land geleistet. Wir sind ihm dankbar für wertvolle Debatten, die er angestoßen hat", erklärte Erzbischof Zollitsch
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Papst und Horst Köhler |
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Bonn, 31.05.2010 (KAP) Nach der Rücktrittserklärung des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler am Montag hat die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) ihr großes Bedauern ausgesprochen. Köhler habe "viel für unser Land geleistet. Wir sind ihm dankbar für wertvolle Debatten, die er angestoßen hat", erklärte DBK-Vorsitzender Erzbischof Robert Zollitsch in Bonn. Mit Köhler verlasse "eine Person mit hohem Vorbildcharakter, allgemeiner Anerkennung in der Öffentlichkeit und einem besonderen Interesse für die christlichen Kirchen in unserem Land" das höchste Staatsamt. Die Bischöfe seien Köhler "zutiefst dankbar für das, was er für die Bundesrepublik Deutschland getan hat". Persönlich empfinde er den Rücktritt als herben Verlust, erklärte Zollitsch.
Auch das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) zeigte sich bestürzt über Köhlers Rücktritt. "Er war ein starker und unabhängiger Anwalt der Menschen in unserem Land, ein bürgernaher Bundespräsident, der nicht zuletzt deswegen auch große Zustimmung in der Bevölkerung erfahren hat", erklärte ZdK-Präsident Alois Glück. Köhlers besondere Sorge habe den Ärmsten der Armen in dieser Welt gegolten, besonders in Afrika. Mit seiner internationalen Erfahrung habe das Staatsoberhaupt wichtige Zusammenhänge einer globalisierten Welt immer wieder aufgezeigt und verständlich gemacht.
Glück erinnerte auch an Köhlers Rede bei der Eröffnung des 2. Ökumenischen Kirchentages in München vor zwei Wochen. Dabei habe der Bundespräsident deutlich gemacht, mit "welch großem Verantwortungsbewusstsein und auf welch festem christlichen Fundament er sein Amt verstanden und gelebt" habe.