ÖFB-Teamchef: Fußball hat soziale Aufgaben übernommen
Nationaltrainer Didi Constantini gibt in der Franziskanerzeitschrift "antonius" Fußball-Österreich Hoffnung
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ÖFB-Teamchef Dietmar Constantini
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"Der Fußball hat soziale Aufgaben übernommen, man denke nur daran, wie perfekt in unserem
Sport die Integration läuft", betont Dietmar Constantini, Österreichs Fußball-Teamchef, in der aktuellen Ausgabe der Franziskanerzeitschrift "antonius". Er nennt etliche Spieler, die Migrationshintergrund haben und in Österreich Publikumslieblinge sind: Aleksander Dragovic, David Alaba, Ümit Korkmaz usw. Gerade im Nachwuchsbereich habe Fußball eine wichtige soziale Funktion. Neben der Integration fördere Fußball auch Werte wie Fair-Play und das Gemeinschaftsgefühl. Mit Fußball könnten viele Menschen vor dem TV-Gerät zumindest für 90 Minuten die Alltagssorgen vergessen, meint Constantini. Der ÖFB-Coach glaubt allerdings nicht, dass die Armen Südafrikas von der erstmals in Afrika ausgetragenen Weltmeisterschaft profitieren werden.
Auf die Frage nach religiösen und nichtreligiösen Ritualen beim Fußball angesprochen, sagt der Teamtrainer: "Rituale gehören zum Fußball einfach dazu, das sollte jedem Spieler der Trainer überlassen." Mehr Religiösität ortet er in der "Arbeitswelt Fußball" nicht. Da gebe es wie in allen anderen Berufen und Sportarten "religiöse Persönlichkeiten und andere, die dem Thema weniger oder keine Bedeutung beimessen".
Sportlich gibt Constantini Österreichs Fußballfans Hoffnung: War das Land vor seinem Amtsantritt vor knapp zwei Jahren noch um Platz 100 in der Weltrangliste platziert, so ist das Land derzeit auf Rang 68. Außerdem hätten die heimischen Klubs in der letzten Europacup-Saison im Herbst "teilweise hervorragende Leistungen geboten". Mit Platz 8 in der Saisonwertung habe "Österreich international für Aufsehen gesorgt", sagt er dem "antonius". Im Jugend- und Nachwuchsbereich ist "einiges verbessert" worden, zudem setzten die Klubs vermehrt auf österreichische Spieler.
Der im Herbst startenden Qualifikation zur Europameisterschaftsendrunde 2012 in Polen und in der Ukraine sieht Constantini mehr oder weniger optimistisch entgegen: "Bei allen Spielern muss der Wille da sein, das Unmögliche zu schaffen - nämlich die Qualifikation!" Der ÖFB-Trainer betont die "interessante Gruppe" mit Deutschland, Türkei und Belgien. Aber Österreich gehe als Außenseiter in das Geschehen - "wie schon in den letzten Jahren immer".
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