
Papst betont Bedeutung der Einkehr
Benedikt XVI. bei Angelus in seinem Urlaubsort: "Das heutige Sonntagsevangelium lehrt uns, wie wichtig die großzügige Gastfreundschaft ist"
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(Radio Vatikan) Gute Stimmung in Castel Gandolfo: Papst Benedikt wurde an diesem Sonntag zum Angelus von jubelnden Besuchern aus der ganzen Welt empfangen. Die Sonne stand wolkenlos strahlend über dem Innenhof der Sommerresidenz des Papstes, sein Ausdruck war ebenso heiter wie der sommerliche Himmel über den Albaner Bergen. Und die heutige Botschaft Papst Benedikts zum Mittagsgebet abgestimmt auf die Urlaubszeit: Der Mensch braucht Ruhezeiten, Phasen der Regeneration und der Einkehr:
„Das heutige Sonntagsevangelium von Maria und Marta lehrt uns, wie wichtig die großzügige Gastfreundschaft ist. Aber was der Mensch wirklich braucht, ist das Wort Gottes, auf das Evangelium muss der Mensch ganz notwendig hören. Der Herr macht deutlich, dass Maria richtig handelt, indem sie nicht wie Marta in tüchtiger Gastfreundschaft durch das Haus eilt, sondern Jesus zuhört. So zeigt uns das Evangelium, dass wir füreinander da sein sollen, aber an erster Stelle das Wort Gottes miteinander teilen müssen, das unser höchstes Gut ist.“
An die Pilger aus der Schweiz, Österreich und Deutschland richtete der Papst nach dem Angelus folgende Worte:
„Mit Freude grüße ich alle Brüder und Schwestern deutscher Sprache. Wer Gott als Gast aufnimmt, ihn in sein Leben eintreten lässt, der wird reich beschenkt. Dies erfahren Abraham, von dem wir in der ersten Lesung dieses Sonntags hören, und Marta und Maria im heutigen Evangelium. Der Herr will auch zu uns kommen, um uns sein lebendiges Wort, seine Gegenwart und Freundschaft anzubieten. Verschließen wir uns nicht diesem Angebot der Liebe Gottes, sondern lassen wir uns von ihm verwandeln, um an seinem Reich des Friedens und der Gerechtigkeit für die ganze Welt mitzuarbeiten. Euch allen wünsche ich einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche!“
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