Papst ermutigt Menschen mit Glaubensschwierigkeiten
Auch wer so lebe, als ob es keinen Gott gebe, solle nicht nachlassen, "die tiefe Wahrheit über sich selbst und die Dinge mit dem inneren Auge des Herzens zu suchen"
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Vatikanstadt, 25.08.2010 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat seine besondere theologische Beziehung zu dem frühchristlichen Kirchenlehrer Augustinus (354-430) erläutert. Der Bischof aus dem nordafrikanischen Hippo sei für ihn durch das Studium ein "ganz persönlicher Freund und Lebensgefährte geworden", sagte der Papst bei seiner Generalaudienz am Mittwoch in Castelgandolfo. Wie Augustinus seien auch die anderen Heiligen nach katholischem Verständnis keine Toten, "sondern Wegbegleiter, die mit uns gehen".
Augustinus lehre mit seiner Biografie die Suche nach einer Wahrheit, die "wahren Sinn und Halt" gibt, führte der Papst aus. Viele Menschen lebten stattdessen nur im Augenblick und in der trügerischen Hoffnung auf dauerhaftes Glück. Dahinter verberge sich eine "Angst, die Wahrheit zu finden" oder eine "Angst, dass die Wahrheit uns findet, uns ergreift und das Leben verändert, wie das bei Augustinus geschehen ist".
Benedikt XVI. wandte sich dabei ausdrücklich an Menschen mit Glaubensschwierigkeiten. Auch wer wenig am Leben der Kirche teilnehme oder so lebe, als ob es keinen Gott gebe, solle nicht nachlassen, "die tiefe Wahrheit über sich selbst und die Dinge mit dem inneren Auge des Herzens zu suchen", so der Papst.