Bischof Schwarz: Religion und Gewalt sind nicht vereinbar
Klagenfurt, 18.9.06 (KAP) "Religion und Gewalt, in welcher Form auch immer, sind unvereinbar." Dies müsse immer wieder gesagt werden, "auch auf die Gefahr hin, missverstanden oder missinterpretiert zu werden", betonte der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz am Sonntagabend in Klagenfurt. Bei der Amtseinführung von Jakob Ibounig als neuem Klagenfurter Dompfarrer ging Bischof Schwarz in seiner Predigt auf Reaktionen auf die Vorlesung von Papst Benedikt XVI. an der Universität Regensburg ein. Jede Inanspruchnahme von Gewalt zur Durchsetzung einer religiösen Botschaft sei "inakzeptabel" und provoziere neue Aggression. Auch im Christentum habe es in der langen Geschichte diesbezügliches Fehlverhalten gegeben. Papst Johannes Paul II. habe dies im Jubiläumsjahr 2000 deutlich benannt und um Vergebung gebeten, erinnerte Bischof Schwarz.
In seiner Predigt dankte Bischof Schwarz dem früheren Dompfarrer Josef Klaus Donko, der nun in Maria Saal wirkt, für sein Wirken. Er rief die Klagenfurter Dompfarre dazu auf, den neuen Dompfarrer Jakob Ibounig herzlich anzunehmen und in seinem priesterlichen Dienst mitzutragen, "um ihm in der komplexen und differenzierten Situation einer Dompfarre Stütze und Wegbegleitung zu sein". Als Bischofskirche und Hauptkirche sei der Klagenfurter Dom in besonderer Weise aus den Kirchen des Landes herausgehoben und für diese auch maßgebend. Der Wechsel am Dom sei, so der Kärntner Bischof, in Wahrnehmung seiner Verantwortung für die Seelsorge in der gesamten Diözese erfolgt. Er sei "dankbar und froh", dass Donko diesem Wechsel zugestimmt und neben der Pfarre Maria Saal vor allem auch die Verantwortung für den Bereich "Berufungspastoral und Priesterseminar" übernommen habe.