Familienverband: Wirtschaftswachstum für Familien
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Wien, 26.09.2010 (KAP) Angesichts der jüngsten positiven wirtschaftlichen Wachstumsprognosen fordert der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ), die geplanten Kürzungen im Familienbereich zurückzunehmen. Das von Wifo und IHS prognostizierte Wachstum für 2010 und 2011 um jährlich rund zwei Prozent bedeute auch ein Mehr an Steuereinnahmen. Diese gelte es nun sinnvoll zu investieren und etwa in den budgetär stark belasteten Familienbereich umzuleiten, "da der Familienbereich zentral für die Zukunft unserer Gesellschaft ist", so KFÖ-Präsident Clemens Steindl in einer Presseaussendung am Sonntag.
In den vergangenen Jahren habe die Politik die Leistungen, die Familien für Staat und Gesellschaft erbringen, in Form des neuen Kinderbetreuungsgeldes, der steuerlichen Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten oder der 13. Familienbeihilfe anerkannt. Festgehalten seien diese positiven Leistungen etwa im jüngsten "Familienbericht". Diesen "notwendigen Paradigmenwechsel in der Familienpolitik" dürfe man nicht "durch Budgetkürzungen gleich wieder umkehren", indem man im Familienbereich "den Sparstift regieren lässt", mahnte Steindl. Es sei daher angesichts der positiven Wirtschaftsdaten an der Zeit, endlich die Wertanpassung (Valorisierung) der Familiengelder einzuführen.
Beim Familienressort sollen 1,5 Milliarden Euro gekürzt werden
In den vergangenen Jahren sei es zu einem Wertverfall der "mühsam errungen Leistungen" für die Familien gekommen. So habe das Kinderbetreuungsgeld in den vergangenen acht Jahren etwa 18 Prozent des ursprünglichen Wertes verloren; die Familienbeihilfe kann - selbst bei Einrechnung der im Vorjahr eingeführten 13. Auszahlung - einen Wertverlust im zweistelligen Prozentbereich verzeichnen. Steindl: "Wenn die Regierung anführt, dass die Familien rund eine Milliarde Euro mehr an Geldmittel seit 2002 erhalten haben, müsste sie gleichzeitig sagen, dass wegen der Inflation die Leistungen an Familien real an Wert verloren haben."Notwendig sei weiters eine "volkswirtschaftliche Gesamtrechnung", die die Leistungen der Familien schwarz auf weiß festhält, so Steindl. Gäbe es eine solche Gesamtrechnung, so würde man von einer Kürzung im Familienressort in der kolportierten Höhe von 1,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014 "sicher absehen", so Steindl abschließend.
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