Diözese Graz: Erschütterung über Tod von Pfarrer Zuber
Graz, 2.10.06 (KAP) Die Diözese Graz-Seckau hat mit "Erschütterung und Trauer" auf den Tod von Pfarrer Ernst-Gerwig Zuber reagiert. Wie die Diözese mitteilte, war der Priester am Montagmorgen auf dem Friedhof von Judenburg tot aufgefunden worden. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen "ist ein Fremdverschulden auszuschließen und anzunehmen, dass Pfarrer Zuber sich das Leben genommen hat", so die Mitteilung.
Der 55-jährige Diözesanpriester war zuletzt Pfarrer von Irdning, Donnersbach und Donnersbachwald. Entgegen den üblichen Regelungen in der Diözese sei Zuber auf eigenen Wunsch von 2000 bis 2006 in seiner Heimatstadt Judenburg Pfarrer gewesen. Unter dem Eindruck, dass "der Prophet in der Heimat nicht beliebt" sei, habe er heuer um Versetzung in den Pfarrverband Irdning, Donnersbach und Donnersbachwald gebeten. Die Diözese ist diesem Wunsch nachgekommen, und der Schritt sei "allgemein als positiv empfunden" worden.
Nähere Motive für die vermutliche Selbsttötung sind laut Diözese nicht bekannt, "ausgenommen die Tatsache, dass Pfarrer Zuber zeitweilig von Schwermut heimgesucht worden ist". Abschließend heißt es würdigend: "Pfarrer Zuber war als engagierter, nachdenklicher und gewissenhafter Seelsorger bekannt und beliebt." Er werde als solcher in Erinnerung bleiben.