Erfolgreicher Heiligenkreuzer Abt beendet Amtszeit
In die Amtszeit von Abt Gregor Henckel-Donnersmark fiel ua. der Besuch von Papst Benedikt XVI. Die Hochschule wurde ausgebaut und der Konvent wuchs von 53 auf 88 Mönche
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| Abt Henckel-Donnersmarck | |
Wien (KAP) Nach zwölfjähriger Amtszeit beendet Abt Gregor Henckel-Donnersmarck im Februar seinen Dienst als Abt des Stiftes Heiligenkreuz. Für eine weitere Amtsperiode steht der Abt nicht mehr zur Verfügung: Er wird am 16. Jänner 68 Jahre alt und müsste bei Vollendung des 70. Lebensjahres schon wieder den Rücktritt anbieten. Er sei deshalb überzeugt, "dass es richtig ist, nach vollen zwölf Jahren seinen Dienst als Abt zu beenden", hieß es in einer Aussendung am Sonntag. In Abstimmung mit dem Praeses der Österreichischen Cistercienserkongregation, Abt Wolfgang Wiedermann vom Stift Zwettl, sei der 10. Februar 2011 als Termin für die Wahl eines neuen Abtes vereinbart worden.
Als "gnadenreich und schön", aber auch als "anstrengend" erlebte der Abt seine Amtszeit. Er dankte allen Mitbrüdern und Mitarbeitern sowie "allen Menschen, die ihn in diesen Jahren begleitet haben", hieß es. Vor allem aber sei er "zuinnerst erfüllt von ganz großer, froher Dankbarkeit gegenüber Gott und der Kirche". Mit Blick auf die Wahl eines Nachfolgers bat der Abt um das Gebet für das Kloster.
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In seine Amtszeit fielen u. a. Österreich-Besuche von Papst Benedikt XVI. (9. September 2007), des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. (16. Juni 2004) und des rumänisch-orthodoxen Patriarchen Daniel (14. Juni 2009). Weiters war seine Amtszeit z. B. durch das Wachstum des Konventes von 53 auf derzeit 88 Mönche mit einem Durchschnittsalter von nur 46 Jahren charakterisiert: Abt Gregor konnte 41 Novizen einkleiden, von denen lediglich drei das Kloster wieder verließen.
Auch prägte der Ausbau der 1802 gegründeten Hochschule zur Hochschule päpstlichen Rechtes die Amtszeit Donnersmarcks: Die Zahl der Studierenden an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz stieg von 63 auf 186.
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Er förderte weiters u. a. den Gregorianischen Choral in der Liturgie des 2. Vatikanums mit allen Kräften und begleitete die verstärkte öffentliche Wahrnehmung des klösterlichen Lebens in Heiligenkreuz aufgrund des Erfolges der Choral-CD "Chant - Music for Paradise" wohlwollend und ordnend. Abt Gregor war als Referent zu Themen der Wirtschaftsethik und der katholischen Soziallehre gefragt und betätigte sich in jüngster Zeit auch als Buchautor ("Ora @ labora").
Gregor Ulrich Henckel Donnersmarck wurde am 16. Jänner 1943 zu Breslau in Schlesien geboren. Am 15. November 1977 trat er in das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz ein. Die Priesterweihe erfolgte am 1. August 1982. Am 11. Februar 1999 wurde er zum 67. Abt des Stiftes Heiligenkreuz gewählt; die Weihe zum Abt erfolgte am 14. März des gleichen Jahres.
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