Bundespräsident Fischer bei den Maltesern
Rom, 6.10.06 (KAP) Bundespräsident Heinz Fischer hat am Freitag einen Staatsbesuch beim souveränen Malteser-Ritterorden absolviert. Der Präsident wurde in der Villa Malta auf dem römischen Aventin, dem Sitz des Ordens, der Völkerrechtssubjekt ist und mit dem die Republik Österreich diplomatische Beziehungen unterhält, von Großmeister Fra Andrew Berti feierlich empfangen. Im Anschluss fand ein Arbeitsgespräch zwischen dem Bundespräsidenten und Fra Berti statt, bei dem auch ein "Memorandum of understanding" über die Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklungshilfe zwischen der Republik Österreich und dem souveränen Malteser-Ritterorden unterzeichnet wurde. Die Malteser sind in zahlreichen Ländern des "Südens" mit großen Entwicklungshilfeprojekten tätig.
Am Vormittag war Bundespräsident Fischer im Quirinal mit dem italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano zusammengetroffen. Dabei wurde vereinbart, dass Napolitano im 2. Quartal 2007 zu einem offiziellen Besuch nach Österreich kommen wird. Auch im Gespräch mit Napolitano betonte Fischer, dass das Thema Südtirol ein "österreichisches Anliegen" ist. Zugleich machte Fischer deutlich, dass es immer darum gehe, sowohl das Thema Südtirol als auch die hervorragenden bilateralen Beziehungen zwischen Italien und Österreich zu sehen.
Napolitano und Fischer waren sich einig, dass die "europäische Philosophie" hilft, in allen EU-Mitgliedsstaaten die Minderheitenrechte wirksam zu sichern. Auf Fragen von Journalisten sagte der österreichische Bundespräsident ausdrücklich, er sei zufrieden, was in Bezug auf Südtirol verwirklicht werden konnte, er sei aber unzufrieden, das in Kärnten nur teilweise erreicht wurde, was im Interesse der slowenischsprachigen Minderheit notwendig sei.