Valentinstag: Viele kirchliche Angebote für Liebende
In ganz Österreich werden dazu viele Gottesdienste gefeiert. Hunderte "Valentins-Boten" verteilen 100.000 "Liebesbriefe von Gott" und laden Passanten zu einem "Rendezvous mit Gott"
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Zum Valentinstag am 14. Februar (Montag) lädt die Kirche in ganz Österreich zu Gottesdiensten und speziellen Veranstaltungen für Liebende und Paare. So feiert im Wiener Stephansdom Dompfarrer Toni Faber am Gedenktag des Heiligen Valentin, der als Patron der Verliebten gilt, um 20 Uhr einen Gottesdienst für Ehepaare, Verliebte und Verlobte. Auch Einzelpersonen, die örtlich oder durch Schicksal oder Tod von ihrem geliebten Partner getrennt sind, bis hin zu Personen, die noch auf der Suche nach einem Partner sind, sind bei der Feier willkommen.Wien, 13.02.2011 (KAP)
"Wir wollen in diesem schlichten Gottesdienst beten, dass die Liebenden einander wirklich Stütze und Halt sind und auch den Mut haben, sich ganz auf den anderen einzulassen", hieß es dazu in einer Aussendung der Dompfarre St. Stephan. Die Teilnehmer seien am Ende der Feier eingeladen, "nach vorne zu kommen und in einem persönlichen Gebet mit Handauflegung den Zuspruch von Gottes Schutz und Segen zu erfahren".
100.000 "Liebesbriefe von Gott"
Auch heuer werden wieder zum Valentinstag Hunderte "Valentins-Boten" rund 100.000 "Liebesbriefe von Gott" verteilen und Passanten zu einem "Rendezvous mit Gott" einladen. An der Aktion der Erzdiözese Wien, die bereits zum sechsten Mal stattfindet, beteiligen sich heuer auch die Diözesen Eisenstadt, Linz und Salzburg.
"Lass uns wieder einmal miteinander reden!", heißt es im "Liebesbrief von Gott". Der Brief, der sich mit der Anrede "Für Dich, meine beste Idee!" an die Empfänger wendet, ist eine Zusammenstellung zahlreicher biblischer Zitate. So lädt der Brief ein, Freundschaft mit Gott zu schließen: "Ich will dir eine Hoffnung und eine Zukunft geben. Deine Freiheit bedeutet mir alles", heißt es darin, um schließlich die Einladung auszusprechen, Gott zu vertrauen und sich auf eine Begegnung einzulassen.
Allein in der Erzdiözese Wien beteiligen sich an der Verteilaktion mehr als 200 Pfarrgemeinden, Ordensgemeinschaften, Bewegungen und andere kirchliche Einrichtungen. In Wien laden außerdem rund 30 "Rendezvous-Kirchen" die Adressaten der Briefe ein, mit Gott in Kontakt zu treten (sämtliche Adressen dazu unter www.erzdioezese-wien.at). Auch eine postalische Antwort auf den Brief ist möglich an die Erzdiözese Wien, Wollzeile 2, 1010 Wien.
Valentinstag in den Bundesländern
In Eisenstadt finden bereits am Sonntag im Eisenstädter Dom jeweils um 9, 11 und 18 Uhr Gottesdienste mit Segnung für Paare und Familien statt. Der Abendgottesdienst wird speziell gestaltet mit "Meditation zur Rose" und Texten zum "Tag der Liebenden".
Bereits zum 7. Mal findet in der Grazer Stadtpfarrkirche am Valentinstag eine Segensfeier für Liebende statt. Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr und wird musikalisch von einem Jazz-Trio gestaltet. Eine Liste mit "Segensgottesdiensten für Liebende" in den einzelnen steirischen Pfarren kann auf der Website www.katholische-kirche-steiermark.at abgerufen werden.
Ein "Gottesdienst für Verliebte" mit Kerzenschein findet auch im Dom zu Klagenfurt statt: Bereits am Sonntag wolle man auf Fürsprache des Heiligen Valentin hin den Teilnehmern den Segen Gottes zusprechen, erklärte Dompfarrer Peter Allmaier. Auch eine paarweise Segnung sei möglich. Tags darauf gibt es in der Kärntner Pfarrkirche Villach-St. Nikolai eine spezielle Wortgottesfeier mit P. Maximilian Fuetsch OFM und dem Musikduo "Outi & Lee". Am Hauptplatz Villach verteilt auch die Katholische Jugend Valentinsherzen an Passanten.
Unter dem Motto "Ein Segen für die Liebe" laden in Salzburg die Citypastoralstelle "Offener Himmel - Infopoint Kirchen" und der Ökumenische Arbeitskreis Salzburg zu einem ökumenischen Gottesdienst am 14. Februar um 19 Uhr in die Altkatholische Kirche im Schloss Mirabell (Infos: www.infopoint-kirche.at).
In Oberösterreich lädt die Kirche zu verschiedenen Veranstaltungen und Gottesdiensten rund um den Valentinstag; so etwa findet am 14. Februar um 19 Uhr ein "Gottesdienst für Liebende" in der Linzer Ursulinenkirche statt. Eine Liste mit allen Terminen ist im Internet unter www.dioezese-linz.at zu finden.
Mit Spruchkarten zum Valentinstag will die Kirche in Tirol Menschen beschenken: Die gemeinsame Gesprächs- und Beratungseinrichtung der katholischen und der evangelischen Kirche "Der Brunnen" im Innsbrucker Einkaufszentrum "dez" verteilt die Texte am 14. Februar im Shopping-Center.
Heiliger Valentin - Legende und Brauchtum
Ausgangspunkt des heutigen Valentinsbrauchtums ist die Verehrung des Heiligen Valentin, dessen Fest nach dem katholischen Heiligenkalender am 14. Februar (Montag) gefeiert wird. Der Brauch, einem geliebten Menschen an diesem Tag etwas zu schenken, leitet sich aus der Lebensgeschichte des Heiligen her. Er soll Liebende trotz eines staatlichen Verbots getraut haben. Zudem hat er nach der Legende frisch getrauten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Römischen Männern soll er dazu geraten haben, lieber bei ihrer Frau zu bleiben, als in den Krieg zu ziehen.
Valentin war Bischof von Terni in Mittelitalien und soll am 14. Februar des Jahres 269 unter Kaiser Claudius II. den Märtyrertod erlitten haben. Er wird heute weltweit als Patron der Liebenden verehrt. Seit dem späten 14. Jahrhundert gilt der Valentinstag in England und Frankreich als "Tag der Verliebten". In Österreich kamen Valentinsgrüße erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Mode.