Kindergärten in Salzburg: "Ein erster Schritt"
Salzburg, 9.10.06 (KAP) Mit einem "lachenden und einem weinenden Auge" hat die Leiterin des Kindergartenreferates der Erzdiözese Salzburg, Berta Svager, auf die Zusage des Landes Salzburg reagiert, künftig den Beitrag an die Kindergartenerhalter um drei Prozent zu erhöhen. Insgesamt werden Land und Gemeinden vier Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellen, damit die Vorgaben im neuen Kinderbetreuungsgesetz, die den Betrieb eines Kindergartens wesentlich teurer machen, umgesetzt werden können.
"Ich bin Landesrätin Doraja Eberle für ihren Einsatz sehr dankbar. Ohne ihr Engagement für die Anliegen der Kinder und Familien wäre die Existenz privater Kindergärten massiv gefährdet gewesen", so Svager. Gleichzeitig wies sie aber darauf hin, dass die erreichte Erhöhung des Förderungsschlüssels um drei Prozent lediglich ein erster Schritt sein kann. "Die Verringerung der Kinderzahlen bzw. die Erhöhung des Personals wird diese drei Prozent Erhöhung restlos verschlingen, sodaß wir wieder auf demselben Stand der Kosten sind wie derzeit", so Svager. Das bedeute, dass allein die kirchlichen Kindergärten in der Stadt Salzburg auch weiterhin jedes Jahr rund 400.000 Euro zu den Personalkosten zuschießen müssen. Auf die Dauer sei dies ein unhaltbarer Zustand. "Wir werden daher weiter dafür kämpfen, dass das Land und die politischen Gemeinden die vollen Kosten des pädagogischen Personals der Kindergärten übernehmen", so Svager. Nur so sei die Erhaltung der kirchlichen, aber auch aller anderen privaten Kindergärten auf Dauer zu sichern.