Sternsinger-Rekordergebnis - Hilfe für 1 Million Menschen
Die Jungschar-Aktion brachte 14,7 Millionen Euro an Spenden. Damit werden rund 500 Hilfsprojekte in den Armutsregionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas finanziert
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14,7 Millionen Euro haben die Österreicher heuer zum Jahreswechsel den Sternsingern der Katholischen Jungschar anvertraut. Das sind um fast 240.000 Euro mehr als im Vorjahr, wie die Dreikönigsaktion (DKA) am Mittwoch bekanntgab. Spendenmäßig an der Spitze sind auch heuer wieder die Oberösterreicher.
Mit den Spenden werden rund 500 Hilfsprojekte in den Armutsregionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas finanziert. Rund einer Million Menschen kann damit konkret geholfen werden.
Insgesamt waren rund 85.000 Mädchen und Buben als Caspar, Melchior und Balthasar unterwegs und wendeten dafür rund 1,7 Millionen freiwillige "Arbeitsstunden" auf. Dazu kommen noch rund 600.000 Stunden der 30.000 Jugendlichen und Erwachsenen, die die "Heiligen Drei Könige" tatkräftig unterstützen. Die Vergabe der Spenden erfolge nach eingehender Prüfung der Projektanträge, heißt es in der DKA-Aussendung. Die Projekte seien meist auf mehrere Jahre ausgelegt, denn die DKA wolle langfristige Entwicklungszusammenarbeit leisten: "Wer Armut bekämpfen will, braucht einen langen Atem."
Die Auszahlung des Geldes erfolge in Raten, entsprechend dem Projektfortschritt, der laufend kontrolliert wird. So könnten die Spender sicher sein, "dass ihr Geld wirksam zum Einsatz kommt".
Ein besonderer Dank kommt dieses Jahr auch von Dom Erwin Kräutler, Bischof von Altamira-Xingu in Brasilien. Kräutler wurde 2010 mit dem Alternativnobelpreis ausgezeichnet und ist langjähriger Projektpartner der DKA.
"Die Projekte der Dreikönigsaktion zielen vor allem auf strukturelle Veränderungen, um die Benachteiligten aus ungerechten Verstrickungen zu befreien", schreibt der gebürtige Vorarlberger. Sein besonderer Dank gilt den Kindern, "die von Haus zu Haus gehen und so manche Anstrengung auf sich nehmen". Die Sternsinger "verkünden die Frohe Botschaft von der Liebe Gottes, die Herzen zum Teilen für ein Leben in Würde und Gerechtigkeit bewegt", so Kräutler.