Papst: Volksfrömmigkeit "bedeutendes Erbe der Kirche"
Es lasse sich jedoch nicht leugnen, dass es "einige entstellte Formen volkstümlicher Religiosität" gebe
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Papst Benedikt XVI. hat vor problematischen Erscheinungsformen der Volksfrömmigkeit gewarnt. Diese sei insgesamt ein "bedeutendes Erbe der Kirche", hob der Papst am Freitag vor Mitgliedern der päpstlichen Lateinamerikakommission hervor. Es lasse sich jedoch nicht leugnen, dass es "einige entstellte Formen volkstümlicher Religiosität" gebe, die Verwirrung unter den Gläubigen hervorriefen und eine rein äußerliche Frömmigkeit förderten, die nichts mit einer aktiven Teilnahme am kirchlichen Leben zu tun hätten.Vatikanstadt, 08.04.2011 (KAP)
Die päpstliche Kommission für Lateinamerika war in Rom von Dienstag bis Freitag zu ihrer Vollversammlung zusammengetreten. Ein Thema der Zusammenkunft bildete die Rolle der Volksfrömmigkeit für die Glaubensverkündigung auf diesem Kontinent. Aus Deutschland nahm der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck als Mitglied der Kommission an der Versammlung teil. Overbeck ist Präsident des deutschen katholischen Hilfswerks "Adveniat" für Lateinamerika.
Die 1958 von Papst Pius XII. gegründete Päpstliche Kommission für Lateinamerika hat die Aufgabe, die Bischofskonferenzen in der Region zu beraten sowie deren Kontakt zur römischen Kurie zu fördern. Die Kommission ist der vatikanischen Bischofskongregation zugeordnet, deren Präfekt, der aus Kanada stammende Kardinal Marc Ouellet, zugleich Präsident des Gremiums ist.
