Strom sparen in steirischen Pfarren
Graz, 25.10.06 (KAP) In den steirischen Pfarrer soll Energie, vor allem Strom gespart werden. Ein Arbeitskreis der steirischen Katholischen Aktion will mit einem Nachhaltigkeits-Projekt die Betriebskosten künftig um mindestens 20 Prozent senken und zusätzlich die Umwelt entlasten, so die Leiterin des Arbeitskreises, Hemma Opis-Pieber.
Von 84 steirischen Pfarren waren die zugesandten Energie-Checklisten ausgefüllt worden. Jene Pfarren, die einen auffallend hohen Energieverbrauch haben, wurden nun eingeladen, eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen. "33 Pfarren haben das getan. Wenn die Maßnahmen eingehalten werden, können die Pfarren bis zu 20 Prozent Betriebskosten sparen. Weiters würde sich der Kohlendioxyd-Ausstoß um 36 Prozent reduzieren", so Opis-Pieber.
Gefördert wurde die Energieberatung vom Land Steiermark. Der Energieberater habe den Pfarren mehrere energiesparende Maßnahmen vorgeschlagen. "Die Geräte optimal einstellen, Nachtabsenkung bei der Heizung, einen Raum nur heizen, wenn man ihn wirklich benutzt. Was auch sehr viel bringt und in Relation wenig kostet, ist eine Isolierung der Geschoßdecke. Bei Pfarren, wo ohnehin eine Umstellung des Heizsystems ansteht, sollte Biomasseheizung zum Zug kommen", so Opis-Pieber.
Für die 33 Pfarren, die sich an dem Projekt beteiligen, liegen die Investitionskosten bei insgesamt 100.000 Euro. Die Arbeitskreis-Leiterin ist überzeugt, dass sich die Investitionen in zweieinhalb Jahren rechnen werden. Bei einigen Pfarren hat die Umstellung bereits begonnen. Hemma Opis-Pieber hofft auch, dass dieses Projekt Anstoß für andere Pfarren und kirchliche Einrichtungen ist, sich kostengünstige und umweltschonende Alternativen im Energiebereich zu überlegen.