Wien: Katholische Akademiker - Dialog mit Hannah Arendt
Wien, 27.10.06 (KAP) "Hannah.Verstehen." lautet der Titel eines Theaterstücks im Gedenken an die vor 100 Jahren geborene jüdische Philosophin Hannah Arendt, das am 3. November in Wien aufgeführt wird. Der Katholische Akademikerverband der Erzdiözese Wien lädt im Rahmen von "Mechaye hametim - Der die Toten auferweckt", der Bedenkwoche zum Gedenken an die Novemberpogrome von 1938, ins Otto-Mauer-Zentrum (Währingerstraße 2-4, 1090 Wien). Das Stück bietet einen "imaginären Dialog" mit der jüdischen Denkerin und beginnt um 19 Uhr. Die Zuschauer werden vor die Frage gestellt nach der Aktualität von Arendts politische Philosophie gestellt.
Mit "ich will verstehen" hatte Hannah Arendt ihre Einstellung zu ihrer Arbeit umschrieben, in der die Mechanismen menschlichen und politischen Handelns im Blickpunkt standen. Diesem Selbstanspruch folgt die Aufführung und lädt dazu ein, es der in die USA vertriebenen Philosophin angesichts des aktuellen Zeitgeschehen gleich zu tun. Ausgewählte Texte von und über Arendt zeigen ihre wechselvolle persönliche Geschichte, die Freundschaft zu Philosophen wie Martin Heidegger, Edmund Husserl, Karl Jaspers und Walter Benjamin und bezeugen ihre Unangepasstheit in jede ideologische Richtung.
Bei dieser Produktion von "porträittheater" führt Brigitte Pointner Regie, Anita Zieher agiert als Schauspielerin, wissenschaftlich beraten hat die Salzburger Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Michaela Strasser. (Informationen: Tel.: 317.61.65/11, E-Mail: akademikerverband@edw.or.at).