Küng betont Bedeutung der Betriebsseelsorge
St. Pölten, 13.11.06 (KAP) Die Notwendigkeit und Verdienste der Betriebsseelsorge hat der St. Pöltner Bischof Klaus Küng hervorgehoben. Bei einem Besuch im Betriebsseelsorgezentrum Herzogenburg am Samstag sagte Küng wörtlich: "Wir dürfen nicht nur darauf schauen, dass die Betriebsseelsorge weiter besteht, sondern müssen auch alles daransetzen, dass sie wachsen kann". Der Bischof sagte der den Verantwortlichen auch für die Zukunft seine Unterstützung zu.
Seit 1974 besteht die von Josef Gaupmann geleitete Betriebspastoral Unteres Traisental, die in Herzogenburg beheimatet ist. Sie sei ein "Dienst der Kirche für die Menschen im Berufsleben", so Betriebsseelsorger Gaupmann. In den vergangenen dreißig Jahren sei das Seelsorgezentrum Heimat vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geworden. Gaupmann hält überdies zu rund 30 Firmen ständig Kontakt, besucht Arbeiter, Betriebsräte und auch die Firmenchefs.
Beim Gottesdienst mit Bischof Küng sprachen die Mitglieder der Basisgemeinde ihre Sorgen, aber auch Wünsche und Hoffnungen an. Manch einer berichtete auch, dass er erst über die Betriebsseelsorge zum Glauben gefunden habe. Der Bischof informierte sich im Anschluss über die Arbeit im Betriebszentrum und in den Betrieben.
Die Mitarbeiter und Mitglieder der Betriebsseelsorge bemühen sich in elf Arbeitskreisen - von der Mutter-Kind-Runde über einen Bibelkreis bis zur Selbstbesteuerungsgruppe für Straßenkinder in Kenia - um eine lebendige Kirche. Für ihre jahrzehntelange Mitarbeit in der Betriebsseelsorge zeichnete Bischof Küng drei Mitarbeiterinnen mit dem Ehrenzeichen des heiligen Hippolyt aus.
Im Mittelpunkt der Treffen im Betriebsseelsorgezentrum stehen immer die Gottesdienste zu verschiedenen Anlässen, aber auch Gesprächs- und Diskussionsrunden zu Themen, die die Arbeitnehmer betreffen. Darüber hinaus gibt es weitere Unternehmungen wie Familienwanderungen, ein jährliches Startfest oder die Klausurtage, die die Kontakte und Freundschaften untereinander stützen und beleben.