Priester aus Wels spendet 1.000 Augenoperationen
Der Priester hat der Hilfsorganisation "Licht für die Welt" 30.000 Euro gespendet und ermöglicht damit 1.000 Erkrankten in Mocambique eine Augenlicht rettende Operationen
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Linz-Wien, 25.05.2011 (KAP) Ein oberösterreichischer Priester, Josef Dikany aus Wels, hat der Hilfsorganisation "Licht für die Welt" 30.000 Euro gespendet und ermöglicht damit 1.000 Erkrankten in Mocambique eine Augenlicht rettende Operationen am Grauen Star. Anlass für die Großzügigkeit des 77-jährigen Oberstudienrats, der seine seelsorgliche Tätigkeit jahrelang mit dem Schuldienst verband, war ein Bildervortrag über "Lichtblicke in Afrika" durch den "Licht für die Welt"-Mitarbeiter Stephan Spatt in der Pfarre Wels, heißt es in einer Aussendung am Mittwoch.
Prof. Dikany sei davon so berührt gewesen, dass er sich spontan zum Spenden entschloss. "Es ist alles andere als alltäglich, nach einer Veranstaltung mit einer derart großzügigen Spendenankündigung konfrontiert zu werden", erinnerte sich Spatt an die Begegnung mit dem engagierten Christen.
Dikany habe sich dem Motto "Nicht nur reden, sondern helfen" seit seiner Gymnasialzeit der Bekämpfung von Not und Armut im In- und Ausland verschrieben, heißt es weiter. Selbst ein äußerst bescheidenes Leben führend, unterstützt er seit Jahren auch die "Initiative Christlicher Orient" im Irak mit dem Bau einer Wasserleitung sowie eine Leprastation in Goa (Indien), wo er selbst ein Jahr lang als Lehrer und Missionar tätig war.
Damit nicht genug: Weitere Betätigungsfelder sind für Josef Dikany die Ostpriester- und Rumänienhilfe, ein Altenheim in Tunis sowie eine Missionsstation für elternlose Kinder in Brasilien, wo er zwei Patenkinder betreut. Nächstes persönliches Hilfsprojekt ist der Bau von 100 Brunnen in Afrika. Dikanys Credo: "Wer in Jesus eintaucht, taucht bei den Armen auf", und im Himmel gebe es "nur eine Währung, und das sind die guten Werke".
Josef Dikany war 25 Jahre hauptberuflich als Religionslehrer in Wels tätig und zuvor als Seelsorger in Altmünster, Windischgarsten und Wels aktiv. Ganz besonders setzt er sich für Notfälle im In- und Ausland ein, hält "als Springer" nach wie vor Einkehrtage und Predigten in rund 80 Pfarren der Diözese, ist Ehrenkanoniker des Linzer Domkapitels, Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und eng mit der Katholisch Theologischen Privatuniversität in Linz verbunden. In diesem Jahr feiert er sein Goldenes Priesterjubiläum. "Dank Unterstützern wie Professor Dikany konnten wir im vergangenen Jahr rund 700.000 Menschen in den Armutsgebieten versorgen", berichtete "Licht für die Welt"-Geschäftsführer Rupert Roniger.
In Mocambique unterstützt "Licht für die Welt" fünf Augenkliniken, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die Ausbildung augenmedizinischer Fachkräfte gelegt wird. In ganz Mocambique stehen laut der Hilfsorganisation nur 18 Augenärzte zur Verfügung, ein Großteil der ländlichen Bevölkerung habe überhaupt keinen Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten.
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