Zweisprachigkeit in Kärnten: Priesterrat nimmt Stellung
Klagenfurt, 23.11.06 (KAP) Mit der "eindringlichen Bitte", Handlungen zu unterlassen, "die die Würde Einzelner oder der slowenischen Volksgruppe verletzen", hat sich der Priesterrat der Diözese Gurk am Donnerstag an die Öffentlichkeit gewandt. Der Priesterrat nahm damit auch auf die Vorkommnisse in der zweisprachigen Gemeinde Feistritz ob Bleiburg (Bistrica nad Pliberkom) Bezug.
Die Erklärung zur aktuellen Situation im zweisprachigen Gebiet Kärntens hat folgenden Wortlaut: "Bei seiner turnusmäßigen Sitzung im Bildungshaus St. Georgen am Längsee befasste sich der Priesterrat der Diözese Gurk unter Vorsitz von Diözesanbischof Alois Schwarz auch mit der aktuellen Situation des Zusammenlebens von deutscher und slowenischer Volksgruppe in Kärnten. Auch die von einigen kirchlichen und politischen Verantwortlichen gesetzten Handlungen der letzten Zeit wurden diskutiert. Unbeschadet des Bewusstseins, dass manche offenen Fragen in der konkreten Pfarrseelsorge aufgearbeitet und verbessert werden müssen, bittet der Priesterrat der Diözese Gurk eindringlich, dass jegliche Handlungen unterlassen werden, die die Würde Einzelner oder der slowenischen Volksgruppe verletzen. Nicht jedes Wort, nicht jede Handlung, die in Übereinstimmung mit anderen geschieht, ist alleine deshalb schon ethisch gerechtfertigt".