Papst Benedikt XVI.: Kirche ist keine Sozialorganisation
Er warnt vor Verwässerung des kirchlichen Profils. Zentral sei die Bindung der Gläubigen an das Wort Gottes und an die Eucharistie
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Vatikanstadt, 02.07.2011 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat vor einer Verwässerung des kirchlichen und christlichen Profils gewarnt. Ohne ein klares öffentliches Bekenntnis zum Glauben und zur christlichen Gemeinschaft als "Volk Gottes" drohe das kirchliche Leben zu verarmt, sagte er am Samstag vor Pilgern aus der apulischen Diözese Altamura. Es müsse klar sein, dass die Kirche nicht eine soziale oder philanthropische Organisation sei wie viele andere. Zentrale Bedeutung habe vielmehr die Bindung der Gläubigen an das Wort Gottes und an die Eucharistie, aus der die Glaubensverkündigung und das christliche Zeugnis der Nächstenlieben ihren Antrieb erhielten.
Die heutige Epoche sei von Licht und Schatten gekennzeichnet, betonte der Papst bei der Audienz in der vatikanischen Nervi-Halle. Das heutige Verhalten der Menschen sei vielfach sehr komplex, dazu gehörten Egoismus, Narzissmus, Besitz- und Konsumdenken und mangelndes Verantwortungsbewusstsein. Das alles führe zu einer geistigen Orientierungslosigkeit und Sinnkrise. Zugrunde lägen ihnen aber ein Leugnen der transzendenten Dimension des Menschen und seiner Beziehung zu Gott, so der Papst.