Kath. Frauenbewegung: Kirchliches Ehrenamt aufwerten
Wien, 4.12.06 (KAP) Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) tritt für eine staatliche Anerkennung und Aufwertung ehrenamtlicher Arbeit in der Kirche ein. Anlässlich des Internationalen Tages der Freiwilligen am 5. Dezember fordert die kfbö von den politisch Verantwortlichen, Ehrenamt nicht nur unter dem Aspekt sozialer Leistung zu sehen. Gesellschaftliches Engagement, z.B. in der ehrenamtlichen Leitung von Frauengruppen und in der vielfältigen Bildungsarbeit, müsse genauso geschätzt werden wie Rettungsdienste. Die kfbö bedauert, dass in dem Kriterienkatalog für die Einreichung zum staatlichen Ehrenamtspreis keine Kategorie dafür vorgesehen ist.
Weiters fordert die Katholische Frauenbewegung eine Aufwertung des Freiwilligenpasses. Denn der Ausweis diene derzeit nur der Aufzeichnung geleisteter Freiwilligenarbeit und "unterstützt somit nur das Erinnerungsvermögen". Er könnte viel besser als Dokument für die von der kfbö seit Jahren geforderte Anrechnung von ehrenamtlicher Arbeit auf die Pension verwendet werden und Unterlage für die Anerkennung eines Steuerabsetzbetrag sein.
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs dankte anlässlich des Internationalen Tages der Freiwilligen jenen Frauen, "die durch ihr ehrenamtliches Engagement lebendige Pfarrgemeinden schaffen und dafür tausende Gratisarbeitsstunden leisten". Ehrenamtliche Arbeit in vielfältiger Ausgestaltung sei in Kirche und Gesellschaft "lebensnotwendig und unverzichtbar". Sie sei Ausdruck für das Maß an gelebter Solidarität und gesellschaftlicher Verantwortung.