Trauerfeiern für verstorbenen Malteser-Großprior in Wien
Wien, 7.12.06 (KAP) Die Trauerfeierlichkeiten für den im 85. Lebensjahr verstorbenen Fürstgroßprior des Großpriorates von Österreich des Souveränen Malteser-Ritterordens, Fra' Wilhelm von und zu Liechtenstein, finden am Montag, 11. Dezember, statt. Um 9 Uhr wird die sterbliche Hülle des Fürstgroßpriors in der Malteserkirche aufgebahrt, um 16 Uhr erfolgt die Einsegnung, dann wird der Sarg in einem feierlichen Kondukt über die Kärntner Straße zum Riesentor des Stephansdoms gebracht. Den Trauerzug über die Kärntner Straße werden zahlreiche Ordensritter aus dem In- und Ausland in ihrem traditionellen Kirchenkleid, der "Kukulle", Mitglieder des Malteser-Hospitaldienstes und anderer Hilfswerke des Ordens in Uniform, sowie Repräsentanten des Diplomatischen Corps und der Familie begleiten. Um 18 Uhr wird Kardinal Christoph Schönborn im Dom das feierliche Pontifikalrequiem zelebrieren. An dem Gottesdienst werden mit einer großen Trauergemeinde auch zwei Staatsoberhäupter teilnehmen: Der Großmeisterdes Souveränen Malteser-Ritterordens, Fra' Andrew Bertie, und der regierende Fürst von Liechtenstein Hans Adam II., der ein Neffe des Verstorbenen ist. Nach der Messfeier erfolgt der feierliche Auszug aus dem Dom unter den Klängen der Halbpummerin. Die Beerdigung findet in Vaduz (Liechtenstein) in der Familiengruft im engsten Familienkreis statt.
Wilhelm Prinz von und zu Liechtenstein wurde 1922 in Schloss Frauenthal bei Deutsch-Landsberg in der Steiermark geboren, studierte an der Hochschule für Bodenkultur und schloss ein Studium als Forstingenieur ab. Nach einem erfolgreichen Berufsleben in der Wirtschaft trat er 1982 in den Ruhestand. Seit 1986 gehörte er dem Malteser-Ritterorden an; 1990 wurde er erstmals zum Fürstgroßprior gewählt (und dann zwei Mal mit großer Mehrheit wiedergewählt). Unter seiner Leitung wurden die Einrichtungen des Ordens in Österreich, insbesondere dessen Hilfswerke, erfolgreich weiter ausgebaut und der Auftrag an die Ordensmitglieder "Fürsorge für Arme und Kranke" innovativ in die Praxis umgesetzt. In einer Stellungnahme des Ordens wird die Bescheidenheit, Demut und Selbstlosigkeit des verstorbenen Fürstgroßpriors hervorgehoben.
DemMalteser-Ritterorden gehören heute in Österreich rund 400 Mitglieder an; rund 1.500 ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer arbeiten in sechs Hilfswerken, davon rund 1.200 im Malteser Hospitaldienst.