Scharfe Kirchenkritik an "Holocaust-Konferenz"
Wien, 13.12.06 (KAP) Der Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) hat die so genannte "Holocaust-Konferenz" in Teheran scharf kritisiert. "Wir fühlen uns verpflichtet, die Erinnerung an die Leidensgeschichte des jüdischen Volkes und an die Vernichtung der Juden Europas durch das nationalsozialistische Regime wach zu halten. Insbesondere im Blick auf die wenigen Überlebenden und auf Angehörige, die unter uns leben, weisen wir alle Versuche der Leugnung oder Bagatellisierung des Holocaust mit Entschiedenheit zurück", heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme.
Die Vorgänge auf der am Dienstag zu Ende gegangenen Konferenz verurteilt der ÖRKÖ "mit allem Nachdruck". Die Veranstaltung war international auf heftige Kritik gestoßen. Unter den Teilnehmern befanden sich mehrere bekannte Holocaust-Leugner. Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat die Ermordung von etwa sechs Millionen Juden in Europa während des Zweiten Weltkriegs wiederholt als "Mythos" bezeichnet.