
Vatikan holt Irland-Botschafter zu Konsultationen zurück
Damit reagiere der Vatikan auf den "Cloyne Report" und auf die Reaktionen staatlicherseits zum Thema Missbrauch
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Der Vatikan bestellt Erzbischof Giuseppe Leanza, Vatikanbotschafter in Irland, zu Konsultationen ein. Das gab der vatikanische Pressesaal an diesem Montag bekannt. Damit reagiere das Staatssekretariat auf die Veröffentlichung des so genannten Cloyne Reports und vor allem auf die Reaktionen staatlicherseits darauf, wie es in einer kurzen Mitteilung heißt. Gemeint sind unter anderem die Anschuldigungen, die Premierminister Enda Kenny am Mittwoch öffentlich im Parlament machte. Er hatte behauptet, der Vatikan mische sich im Umgang mit sexuellem Missbrauch in die inneren Angelegenheiten einer souveränen Republik ein. Erzbischof Diarmuid Martin von Dublin hatte in den letzten Tagen noch dazu aufgerufen, Staat und Kirche müssten gemeinsam den Kindesmissbrauch und den Umgang damit angehen. – In der Sprache der Diplomatie ist das Einberufen eines Botschafters zu Konsultationen die vorletzte Stufe im zwischenstaatlichen Verkehr. Die letzte Stufe wäre ein Abzug des Botschafters auf unbestimmte Zeit.
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