Küberl bekräftigt "Nein" zur Sonntagsöffnung im Handel
Wien, 21.12.06 (KAP) Der Sonntag muss ein "Symbol für die gleiche Würde aller Menschen" bleiben. Das hat Caritaspräsident Franz Küberl in der Tageszeitung "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe) betont und damit seine Ablehnung der Sonntagsöffnung im Handel begründet. In Ländern, die am Sonntag offen halten, sehe man, dass vor allem "die armen Leute arbeiten und die Reichen den Sonntag haben", so Küberl: "Wer kein Geld hat, muss arbeiten, wer es sich leisten kann, hält den Sonntag frei."
Der Caritaspräsident warnte auch vor den gesellschaftlichen Auswirkungen einer Sonntagsöffnung, weil dann immer weniger Menschen Zeit für soziale Kontakte hätten. "Das wäre ein gewaltiger Einschnitt", so Küberl.
Zu offenen Geschäften in Fremdenverkehrsgebieten verwies Küberl darauf, dass der Nationalrat bereits vor Jahren präzise festgelegt habe, wie man mit Fremdenverkehrsgebieten umgeht: "Ich bin dafür, dass man die damals geschaffenen Öffnungsmöglichkeiten in den Verfassungsrang erhebt", so sein Vorschlag. Solange diese Klärung nicht erfolgt, werde es immer wieder Debatten geben.
Zu seinem persönlichen Einkaufsverhalten sagte Küberl, dass er am Sonntag prinzipiell nicht einkaufe: "Ich halte meine Vorratssystematik so, dass das nicht notwendig ist. Und wenn man einmal etwas nicht hat, dann hat man's halt nicht."