Küng: Familienpolitik der Regierung Schüssel fortsetzen
Wien, 22.12.06 (KAP) "Familien-Bischof" Klaus Küng hat sich dafür ausgesprochen, die familienpolitischen Errungenschaften der scheidenden Regierung Schüssel nicht zurückzunehmen. Die demographische Entwicklung in Europa verlange eine klare Förderung der Familie. Ein Volk sei nur dann gesund, wenn aus ihm auch genügend Kinder hervorgehen, sagte Küng am Freitag im ORF-"Mittagsjournal". Die zukünftige Regierung solle eine Gruppe von Experten und "Querdenkern" einsetzen, um Voraussetzungen eine Festigung der Familien und eine Erhöhung der Kinderzahl zu erarbeiten. Es brauche etwa Rahmenbedingungen, dass Mehrkinderfamilien nicht benachteiligt werden, forderte Küng.
Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie seien zwar wichtig, es solle Eltern aber erleichtert werden, sich ihren Kindern selbst zu widmen: "Denn Mutter und Vater sind nicht ersetzbar, auch nicht durch noch so hervorragende Fachkräfte".
Der von manchen angestrebten Gleichstellung der Ehe mit anderen Formen des Zusammenlebens kann der St. Pöltner Bischof nichts abgewinnen: Es könne "nicht gleichgestellt werden, was nicht gleich ist". Im Blick auf homosexuelle Partnerschaften sei zu sagen: "Jeder ist zu respektieren", besonders zu fördern sei jedoch die Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau. Diese Gemeinschaft sei für die Entwicklung der Kinder "ganz grundlegend". Die Familie sei auch die humanste und kostengünstigste Institution zur Betreuung kranker und alter Menschen, so Küng.