Fischer unterstützt Anliegen der "Sternsinger"
Wien, 29.12.06 (KAP) Bundespräsident Heinz Fischer hat den "Sternsingern" zugesichert, dass er sich für die Forderung der "Dreikönigsaktion" der Katholischen Jungschar nach Erhöhung des Entwicklungshilfebudgets auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens einsetzen wird. Beim traditionellen Besuch der "Sternsinger" in der Hofburg sagte der Bundespräsident am Freitag, bei der Forderung der "Dreikönigsaktion" handle es sich um ein Anliegen, "dessen Wert man gar nicht hoch genug einschätzen kann". Eine neue Regierung werde nicht umhin können, so Fischer, ihre Ziele auch auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit deutlich zu formulieren. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Mittel bereits kurzfristig "in einer ersten Etappe" auf 0,5 Prozent angehoben werden könnten. In einem zweiten Schritt sei dann eine Anhebung auf die geforderten 0,7 Prozent denkbar. Er werde dieses Thema auch in seiner Neujahrsansprache nicht verschweigen, so Fischer.
Statt Weihrauch, Myrrhe und Gold überreichten die "Sternsinger" dem Präsidenten einen Geschenkkorb mit fair gehandelten Produkten, um auf die Armut in der Welt aufmerksam zu machen. "Wir wissen, dass wir mit einem Euro oder einem Dollar schon sehr viel tun können gegen Hunger und Krankheit", meinte Fischer: "Mit einer kleinen Gabe kann man viel erreichen".
Silvia Schüller, Vorsitzende der Katholischen Jungschar, betonte, die Botschaft von Weihnachten sei eine Botschaft des Friedens und der Gerechtigkeit. Diese Gerechtigkeit verlange nach konkreten Taten und Unterstützung gerade für die Menschen im "Süden". Fischer würdigte das weltweit erfolgreiche Engagement der Katholischen Jungschar und bat darum, "diese wichtige Arbeit fortzusetzen".
Stellvertretend für die derzeit durch Österreich ziehenden 90.000 "Sternsinger" übermittelten 30 Kinder aus den Diözesen Feldkirch, Gurk, Linz, Salzburg und St. Pölten dem Staatsoberhaupt ihre Glückwünsche für das neue Jahr. Auch eine "Sternsinger"-Gruppe aus der slowakischen Pfarre Domanovce war in der Wiener Hofburg mit dabei.