Don Bosco-Wanderzirkus begeisterte Tausende
Drei Wochen lang tourte der kunterbunte Wanderzirkus Giovanni durch Österreich, Italien und Kroatien. 3500 Menschen erfuhren dabei mehr über den Jugendheiligen Don Bosco
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Drei Wochen lang tourte der kunterbunte Wanderzirkus Giovanni durch Österreich, Italien und Kroatien. Mit dem Programm „In der Revolte“ lud er dazu ein, die Botschaft des Jugendheiligen Giovanni Bosco (1815-1888) kennenzulernen. „Am emotionalsten war es im Mutterhaus der Salesianer Don Boscos in Turin/Valdocco, denn hier hat Don Bosco sein Oratorium gegründet“, sagt Organisator Emanuel Huemer. Einer der Höhepunkte war die Schlussvorstellung im Wiener Salesianum mit 500 Gästen. Die Salesianer im Publikum waren sich einig: „Don Bosco hätte gerne selbst mitgemacht.“
Mit bunter Kleinkunst, skurrilen Charakteren und der Nähe zum Publikum - begleitet von Live-Musik - unterhielten die Künstler ihr Publikum. Ihre Themen waren Demokratie, Multikulturalität und die Freude an den kleinen Dingen im Leben.
So genießen gleich zu Beginn Kinder eine Banane, nachdem sie das Obst richtig geschält haben. Don Bosco lernt erst Jonglieren und es fällt ihm zu Beginn nicht ganz leicht. Interaktion mit dem Publikum war den Jung-Künstlern besonders wichtig. Vor den Aufführungen zeigten die Artisten Kindern in Workshops, wie sie selbst aktiv werden und Akrobatik, Balancieren und kleine Jonglierübungen erlernen können. Eine Bereicherung für die jungen Zuseher. Johannes Kugler, der den jungen Don Bosco spielt sagt: „Ich habe aus Überzeugung mitgemacht, nach meinem Freiwilligenjahr in einem Straßenkinderprojekt der Salesianer in Ecuador. Es ist eine große Freude, mit den Kindern zusammen zu arbeiten.“
Resümee des Wanderzirkus Giovanni
4.000 km Wegstrecke in drei Kleinbussen
3.000 Gäste bei 15 Vorstellungen
130 Jonglierbälle
18 Gaukler
Die jungen Studenten aus Österreich und Deutschland hatten sich ein halbes Jahr auf ihren Auftritt als junge Gaukler vorbereitet. Die meisten der Jugendlichen haben einen Freiwilligeneinsatz in Afrika, Asien oder Lateinamerika in Zusammenarbeit mit den Salesianern Don Boscos und der Partnerorganisation Jugend Eine Welt absolviert. Als Kenner der Geschichte und Pädagogik Don Boscos erzählten sie von seiner Jugend, als er neugierig auf fahrenden Jahrmärkten Gaukler sah und von ihnen Kunststücke und Akrobatik erlernte. Die Geschichte sagt, dass Don Bosco ein ausgezeichneter Sportler, Turner und Leichtathlet war, der noch in älteren Jahren mit Jugendlichen um die Wette laufen konnte.
Heiliger Johannes Bosco (1815-1888)
Don Bosco ist ein lebendiger Heiliger. Er war Jugendapostel von Turin, Pädagoge, Zauberkünstler, Schriftsteller, Sozialarbeiter und begeisterter Priester. In der italienischen Industriemetropole Turin begegnete er arbeitslosen und sozial entwurzelten Jugendlichen. Er holte sie von der Straße und nahm sie in seinem „Oratorium“, einem offenen Jugendzentrum, auf. Für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen betrachtete er vier Elemente als wesentlich: Geborgenheit, Freizeit, Bildung und Glaube. Don Bosco bildete Mitarbeiter aus und gründete die Ordensgemeinschaft der Salesianer. Am 31. Jänner 1888 starb Johannes Bosco. Er wurde am 1. April 1934 heilig gesprochen und wird weltweit als Schutzpatron der Jugend verehrt.
Salesianer Don Boscos: Damit das Leben junger Menschen gelingt
Vor allem für und mit der Jugend sind weltweit im zweitgrößten Orden der katholischen Kirche 16.000 Salesianer unterwegs. In 132 Ländern geben sie seit 150 Jahren mit ihrem Einsatz als Seelsorger und ausgebildete Sozialpädagogen Zeugnis von der Liebe Gottes zu den Menschen. Derzeit absolvieren fünf junge Männer ihre theologische und pädagogische Ausbildung. Unter ihnen sind auch zwei Salesianer aus Indien und Kamerun.
Die Salesianer Don Boscos und ihre MitarbeiterInnen engagieren sich besonders für benachteiligte Jugendliche. In Österreich betreuen die Salesianer ein Gymnasium, leiten Pfarren, Kindergärten und Jugendzentren, führen ein Jugendbildungshaus, Studenten- und Schülerwohnheime und laden in der Salesianischen Jugendbewegung zu zahlreichen Freizeitaktivitäten und religiösen Angeboten ein. Den sozialen Herausforderungen der heutigen Zeit kommen auch weitere Partnerorganisationen nach: Die "Don Bosco Aktion Jugend Eine Welt" organisiert Freiwilligeneinsätze für junge Erwachsene und unterstützt Projekte in den Ländern des Südens. Das "Don Bosco Flüchtlingswerk" hat den Auftrag, unbegleitete, minderjährige Asylwerber in Österreich zu betreuen. In diesem Hilfswerk engagieren sich ebenfalls zahlreiche Jugendliche ehrenamtlich.
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