CCEE-Bischöfe: Intoleranz gegen Christen untersuchen
CCEE-Vollversammlung in Tirana: Bischofskonferenzen sollen das in Wien angesiedelte "Observatorium zur Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen in Europa" stärker unterstützen
Image (img2) invalid or missing |
|
St.Gallen-Wien, 3.10.2011 (KAP) Die Europäischen katholischen Bischofskonferenzen wollen das Phänomen der Intoleranz gegen Christen stärker untersuchen und dabei das in Wien angesiedelte "Observatorium zur Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen in Europa" zur der Dokumentation von konkreten Fällen einbinden. Wie es in dem am Montag in St. Gallen veröffentlichten Kommunique des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) über die jüngsten Beratungen der CCEE-Vollversammlung in Tirana (29. September bis 2. Oktober) heißt, wurde in der albanischen Hauptstadt "über die Aktivitäten des Observatoriums berichtet".
Die Arbeit der Wiener Stelle, die von der Juristin und Theologin Gudrun Kugler geleitet wird, zeige "eine Besorgnis erregenden Verschärfung von Diskriminierung und Intoleranz auch gegenüber Christen in Europa" auf. Die Bischofskonferenzen seien "dazu eingeladen, die Aktivitäten des Observatorium zu unterstützen, um insbesondere die Objektivität der Fälle zu überprüfen, die dem Observatorium zur Kenntnis gelangen".
"Sobald die Stichhaltigkeit der Fälle geklärt" sei, sollten "geeignete Lösungen" gefunden werden heißt es weiter. Konkret sollten Behörden informiert werden, wobei "gemäß den Empfehlungen, die die OSZE in verschiedenen Resolutionen formuliert hatte", vorgegangen werden solle, so der CCEE.
Das Kommunique zählt auch zahlreiche bevorstehende große internationale kirchliche Tagungen der kommenden Monate auf. Den Beginn macht das 14. Treffen der Bischöfe der katholischen Kirchen des orientalischen Ritus, das vom 3. bis 6. November in Oradea (Rumänien) zum Thema Evangelisierung in den katholischen Kirchen des orientalischen Ritus stattfindet.
Am 22. November folgt das Treffen zum 40-jährigen Bestehen des CCEE (1971-2011) in Rom. Unter anderen referieren Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung, Erzbischof Salvatore Fisichella, der Philosoph Rémi Brague sowie EU-Abgeordneter Luca Volonté von der Europäischen Volkspartei (EVP).
Für 2012 sind unter anderem geplant: das 12. Treffen der Vorsitzenden der Bischofskonferenzen Südosteuropas in Straßburg im März; ein Kongress zur Katechese in Rom vom 7. bis 10. Mai zum Thema christliche Initiation; das Treffen der Nationalverantwortlichen für "Soziale Fragen" in Triest vom 3. bis 5. September 2012.
Im Hinblick auf den ökumenischen Dialog wurden die Teilnehmer laut Kommunique über die Arbeit des gemeinsamen Ausschusses CCEE-KEK (Konferenz Europäischer Kirchen) und das Katholisch-orthodoxe Forum informiert. Das 3. Katholisch-orthodoxe Forum wird demnach vom 4. bis 7. Juni 2012 in Lissabon stattfinden.