Heiligenkreuz: "Singende Mönche"nehmen neue CD auf
Nach "Chant - Music for Paradise" will das Wienerwaldstift mit "Chant - Amor et Passio" an den Welterfolg von 2008 anschließen - CD ab 4. November im Handel
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Wien, 4.10.11 (KAP) Die "singenden Mönche" des Wienerwaldstiftes Heiligenkreuz kehren zurück ins Musikgeschäft: Mit ihrer neuen Gregorianik-CD "Chant - Amor et Passio" wollen sie an den Welterfolg von 2008 anknüpfen. Die damalige CD "Chant - Music for Paradise" verkaufte sich über 1,1 Millionen Male. Wie der Pressesprecher des Stiftes, P. Karl Wallner, gegenüber "Kathpress" bestätigte, beginnen die Aufnahmen für die neue CD am 10. Oktober in der Stiftskirche. Im Handel erhältlich sein soll das Werk ab 4. November.
Der Tonträger wird gregorianische Gesänge der Passionszeit - vor allem Musik der Zeit zwischen Gründonnerstag bis Ostersonntag - enthalten. Die Musik der Passions- und Osterzeit sei von einer besonderen Intensität und werde die Hörer sicherlich tief berühren, ist sich P. Wallner sicher. Ein wesentlicher Antrieb für die neuerliche Aufnahme einer CD sei gewesen, "in einer Zeit, in der die Kirche oft nur mit Negativschlagzeilen und Strukturdebatten in der Öffentlichkeit steht, erneut Substanzielles wie Gebet, Spiritualität und Schönheit des Glaubens zu betonen", so Wallner.
Mit dem CD-Projekt verbinden sich jedoch auch durchaus "weltliche" Interesse, wie er gegenüber "Kathpress" offen eingesteht: "Auch wenn der Hype nach der ersten CD mittlerweile ein wenig abgeklungen ist, so hoffen wir doch auf einen weiteren Erfolg - nicht zuletzt im Interesse unserer Studierenden aus Osteuropa und Asien, denen der Erlös zu Gute kommen soll."
Eigenes Heiligenkreuzer Plattenlabel
Nachdem für den Erfolg der ersten CD vor drei Jahren nicht zuletzt auch das weltweite Label "Universal" verantwortlich zeichnete, gehen die Mönche in diesem Bereich nun einen eigenen Weg. Eigens zur CD-Produktion haben sie ein eigenes Plattenlabel mit dem Namen "OBSCULTA-MUSIC" gegründet. Der Name verweist auf das erste Wort der Ordensregel des Hl. Benedikt, die mit den Worten "Obsculta, o fili!" ("Lausche, mein Sohn!") beginnt.
Eine Tournee lehnen die "singenden Mönche" im Übrigen auch weiterhin ab. Diese würde sie zwar "vermutlich zu Millionären machen", so P. Wallner im Rückblick auf die zahlreichen Angebote rund um die erste "Chant"-CD, allerdings wäre wohl auch "eine gespaltene Klostergemeinschaft die Folge". Außerdem halte man an der Überzeugung fest, dass gregorianische Choralmusik "ihre eigentliche Tiefe und ihr Ziel verfehlt, wenn sie nicht in Gebet und in die Konzentration auf Gott eingebunden ist". Dies sei bei Konzertauftritten oder gar Tourneen jedoch nicht gewährleistet.
Dem am 21. Oktober erscheinenden Album "Spiritus Dei" der "Drei Priester" - darunter der Programmdirektor von Radio Maria-Österreich, Andreas Schätzle - wünscht P. Wallner einen "Megaerfolg". Er sehe sie nicht als Konkurrenten, da auch ihre CD letztlich "dem Glauben, der Spiritualität und der Kirche dient".