In Erzdiözese Salzburg steigen die Wiedereintritte
Dompfarrer Sieberer: Heuer schon deutlich mehr Wiedereintritte in die Kirche als im Vorjahr - Aktion "Treten Sie ein" war erfolgreich
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Salzburg, 18.10.2011 (KAP) Heuer sind in der Erzdiözese Salzburg bereits 319 Personen in die Kirche eingetreten, davon 57 in den Pfarren des Tiroler Unterlands. Im gesamten Jahr 2010 habe es im Vergleich dazu insgesamt 335 Eintritte gegeben. Diese Zwischenbilanz zog der Salzburger Dompfarrer Prälat Balthasar Sieberer am Dienstag in einer Pressekonferenz. Maßgeblich beteiligt an diesem Erfolg sei die Aktion "Treten Sie ein" gewesen.
Laut dem Dompfarrer, der auch Leiter des Seelsorgeamtes der Erzdiözese Salzburg ist, haben sich heuer vom März bis zum Sommer 91 Pfarrgemeinden in der Erzdiözese an der Aktion beteiligt. Sie führten 50 Personen wieder in die Kirche zurück. Rund 4.000 persönliche Briefe an Ausgetretene hätten die Pfarrverantwortlichen verschickt, "doch am meisten zählen die vielen Gespräche, die entstanden sind", betonte Sieberer. Der finanzielle Aufwand habe sich auf alle Fälle gelohnt.
Wer in die Kirche eintreten will, hat ab sofort laut Sieberer im "Infopoint Kirche" in der Salzburger Altstadt kompetente Ansprechpartner. "Wir haben bei der Aktion 'Treten Sie ein' gesehen, dass viele Menschen nicht zu ihrem Heimatpfarrer gehen, sondern zu uns nach Salzburg kommen", erklärte Sieberer.
Der ökumenisch geführte "Infopoint Kirche" ist seit fünf Jahren eine Anlaufstelle für Passanten, Ratsuchende, Pilger und Touristen. "Zu uns kommen auch Menschen mit seelischen Problemen, die wir an kompetente Berater weitervermitteln", berichtete Gabi Treschnitzer, die Leiterin der Citypastoral in der Erzdiözese.
Der Infopoint ist auch jährlich für die "Lange Nacht der Kirchen" in Salzburg mit bis zu 17.000 Besuchern zuständig. Stark gefragt seien um Allerheiligen die Trauerräume, die in der Stadt Salzburg eingerichtet werden. "Im Vorjahr hatten wir in der Margarethenkapelle bei der Erzabtei St. Peter 3.000 Besucher", so Treschnitzer. Auch heuer sollen vom 30. Oktober bis 2. November in dieser Kapelle sowie in Herrnau und in Maxglan Trauerräume täglich von 10 bis 18 Uhr offen stehen.