"In kritischer Loyalität Einheit mit Petrus wahren"
Wiener Erzbischof betont in Rom vor 7.000 Pilgern Aktualität der Prinzipien des Kolping-Werks
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Rom, 29.10.2011 (KAP) Mit einer Dankmesse in der Lateran-Basilika ist am Samstag die Rom-Wallfahrt des Internationalen Kolpingwerks zu Ende gegangenen. Rund 7.000 Mitglieder des Sozialverbandes nahmen an dem von Kardinal Christoph Schönborn gefeierten Gottesdienst teil. In seiner Predigt rief der Kardinal die Katholiken und insbesondere die Kolping-Mitglieder auf, in "kritischer Loyalität die Einheit mit Petrus" und mit der Kirche zu wahren.
Ausführlich bekräftigte der Wiener Erzbischof die Aktualität der Prinzipien des Kolping-Werks, nach denen der Mensch stets im Mittelpunkt stehen müsse und der Einsatz für die Familie zu den Hauptanliegen zählen müsse. Wichtig für die Arbeit des Werkes sei aber auch die Bildung, die eine Weitergabe von Werten an die Jugend bedeute.
Auch Bischöfe seien "nur Menschen, aber sie sind auch unsere Hirten", führte der Kardinal in seiner Predigt weiter aus. Und er hob hervor: "Christus baut unsere Haus, wir bauen es nicht selber."
Anlass der viertägigen Wallfahrt war der 20. Jahrestag der Seligsprechung von Adolph Kolping (1813-1865). Der aus Kerpen in Rheinland stammende katholische Sozialreformer war am 27. Oktober 1991 von Papst Johannes Paul II. im Vatikan seliggesprochen worden. Während ihrer Romreise nahmen die Kolping-Mitglieder am Mittwoch im Vatikan an der Generalaudienz des Papstes teil, der ein längeres Grußwort an sie richtete und seine Hoffnung auf eine Heiligsprechung des Gründers bekundete.
Am Donnerstag war der Generalrat des Internationalen Kolpingwerkes zur Wahl eines neuen Generalpräses zusammengetreten. Gewählt wurde der aus Trier stammende Geistliche Ottmar Dillenburg, bislang deutscher Bundespräses des Werks.