Nuntius lud Repräsentanten der Ökumene zu Festessen
Wien, 11.1.07 (KAP) Der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmond Farhat, hat am Donnerstag erneut Repräsentanten der Ökumene zu einem Festessen in die Wiener Apostolische Nuntiatur geladen. Die erste ökumenische Begegnung in der Nuntiatur hatte vor Jahresfrist stattgefunden. Geladen waren auch diesmal die Mitglieder des Vorstandes des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich und Amtsträger der Kirchen, unter ihnen der orthodoxe Metropolit Michael Staikos, der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl, der evangelisch-lutherische Bischof Herwig Sturm, der armenisch-apostolische Erzbischof Mesrob Krikorian, der koptisch-orthodoxe Bischof Gabriel, der altkatholische Bischof Bernhard Heitz, der evangelisch-lutherische Superintendent Hansjörg Lein und der methodistische Superintendent Lothar Pöll. Nuntius Farhat hob in seiner Begrüßung hervor, dass Christus die Mitte jeder christlichen Gemeinschaft sei. Im Blick auf das zusammenwachsende Europa betonte er, dass der Kontinent ein "christliches Zeugnis" brauche als Gegengewicht gegen Glaubensverlust und Säkularisierung. Hinter diesem Zeugnis des Glaubens sollten alle Kirchen stehen. Er hoffe, dass mit dieser zweiten ökumenischen Begegnung in der Nuntiatur eine Tradition beginne, die andauere und Neues bewirken möge.
Bischof Sturm dankte als Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich für die Einladung, die bei allen Geladenen Freude hervorgerufen habe. Alle ökumenischen Treffen und Programme im vergangenen Jahr und heuer sehe der Ökumenische Rat als Schritte auf dem Pilgerweg zur Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV3) in Sibiu. Auch dieses Treffen in der Nuntiatur wolle er in der Perspektive der EÖV3 sehen: "Das Licht Christi scheint auf alle". Viele ökumenische Hoffnungen und Erwartungen seien noch nicht erfüllt, erinnerte Bischof Sturm, aber das "gemeinsame Festessen an einem Tisch" sei nicht nur "eine erfreuliche geschwisterliche Erfahrung, sondern auch ein starkes und ermutigendes Zeichen für eine gute gemeinsame Zukunft".
Wie der Pressesprecher des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Prof. Helmut Nausner, im Gespräch mit "Kathpress" betonte, war die Begegnung in der Nuntiatur von "einer gelösten und heiteren Stimmung" gekennzeichnet, die wesentlich auch dem Gastgeber zu verdanken war.