Stift Klosterneuburg: Neue Renovierungsetappe
Wien, 22.1.07 (KAP) Die Generalrenovierung von Stift Klosterneuburg wird auch in den kommenden Jahren mit voller Kraft fortgesetzt. Das wurde am Montagnachmittag bei einer Sitzung des dafür zuständigen Kuratoriums im Stift beschlossen. Wie der Klosterneuburger Generalabt Bernhard Backovsky und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll vor Journalisten sagten, wird für die nächste Sanierungsphase in den kommenden drei Jahren eine Summe von 3,15 Millionen Euro notwendig sein. Rund 60 Prozent der Kosten kann das Stift selbst aufbringen, der Rest wird durch Förderung von Seiten des Landes Niederösterreich, des Bundes, der Erzdiözese Wien und der Stadt Klosterneuburg sicher gestellt. Es handle sich insgesamt um das größte denkmalpflegerische Projekt in Niederösterreich.
Für 2007 ist die Renovierung des 5.600 Quadratmeter großen Kirchendachs geplant. Dafür müssen 197.000 bunt glasierte Dachziegel bearbeitet und neu verlegt werden. Ebenso weist auch die Fassade Schäden auf, die noch behoben werden müssen. Vor allem im Bereich der Nordfassade bringt das auch erhebliche Probleme mit sich, da der vorgebaute Kreuzgang den Zugang erschwert. Bis zur 900-Jahr Feier der Stiftskirche 2008 sollen die Arbeiten jedenfalls abgeschlossen werden, zeigten sich Backovsky, Pröll und der Wirtschaftsdirektor des Stifts, Leopold Nußbaumer, zuversichtlich: "Die Basilika soll außen und innen in neuem Glanz erstrahlen".
Ein weiteres Projekt betrifft den Hof des Kreuzganges - den Kreuzgarten -, der auf Grund des feuchten Mauerwerks neu gestaltet werden muss. Ab 2009 soll der Hof den Charakter eines in mittelalterlichen Klöstern üblichen Kreuzgartens mit der für diese Zeit typischen Pflanzen erhalten; das Oberflächenwasser soll gezielt abgeleitet werden. Bis 2014, zum 900-Jahr-Jubiläum des Stifts, sollen dann alle Arbeiten vollständig abgeschlossen sein.
Landeshauptmann Pröll betonte bei dem Pressegespräch am Montag die Verpflichtung, mit dem historischen Erbe des Landes Niederösterreich verantwortungsbewusst umzugehen, damit auch die kommenden Generationen von der reichen Geschichte und Traditionprofitieren können. Für Niederösterreich sei die Renovierung des Stiftes sowohl hinsichtlich des wirtschaftlichen Aspektes und der Arbeitsplatzsicherung als auch im Zusammenhang mit dem erstarkenden Kulturtourismus von großer Relevanz.
Der Gesamtumsatz des Stiftes Klosterneuburg beträgt jährlich rund 25 Millionen Euro. 165 Mitarbeiter sind in den Bereichen Kultur, Museum, Bibliothek, Archiv, Tourismus und Marketing tätig. 2006 verzeichnete das bereits in vielen Teilen "runderneuerte" Stift rund 100.000 Besucher und damit eine deutliche Steigerung gegenüber den Jahren zuvor. (Informationen: Peter Schubert, Shirley Brückler, Tel.: 02243/411/183, e-mail: verlag@stift-klosterneuburg.at bzw. presse@stift-klosterneuburg.at).