Neues Buch über "Fragen zwischen Kirche und Kunst"
Graz, 23.1.07 (KAP) Der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari präsentiert am Mittwoch im Bildungshaus Mariatrost sein neuestes Buch. Zu Grunde liegt dem Band ein Wort der Mystikerin Simone Weil: "Es gibt nur eine Methode, um Bilder zu verstehen - nicht versuchen, sie zu interpretieren, sondern sie so lange anschauen, bis das Licht hervorbricht". "Bis das Licht hervorbricht" ist auch der Titel des Buches von Bischof Kapellari, das - so der Untertitel - "Fragen zwischen Kirche und Kunst" behandelt. Das Buch ist im "Styria"-Verlag erschienen.
Die Buchpräsentation am Mittwoch, 24. Jänner, beginnt um 19 Uhr, Bildungshausleiter Karl Mittlinger wird mit dem Grazer Bischof über sein Buch sprechen, der frühere Leiter der Hörfunk-Hauptabteilung Religion im ORF, Hubert Gaisbauer, wird daraus vorlesen.
Das neue Buch "Bis das Licht hervorbricht" enthält Gedanken Kapellaris, die Frucht seiner zahlreichen Begegnungen mit Künstlern und mit Kunst aller Gattungen aus vielen Jahren sind. Es dokumentiert das Bemühen des Bischofs, alte Brücken zwischen Kunst und Kirche zu erhalten und neue entstehen zu lassen. Es ist - wie es in der Einladung heißt - "gedacht als Einladung zu vertieftem Schauen, Hören und Lesen in Bezug auf Kunst und Kirche und als ein Beispiel zur Entstörung und Belebung der Beziehung zwischen beiden". Das "Lebensmittel Kunst" war und bleibt auch für die Kirche wichtig, ja unverzichtbar, so die Überzeugung Bischof Kapellaris.
In 2.000 Jahren Christentum haben Kirche und Kunst einander auf vielfältige Weise inspiriert. Diese Vergangenheit ist auch Gegenwart und hat laut Kapellari auch Zukunft: "Leben und Tod, Glück und tragische Vergeblichkeit, Frieden und Krieg, Schönheit und Schrecken - diese großen Themen des Menschseins waren und bleiben ja in jeder Epoche Herausforderungen sowohl an die Kunst wie an die Religion".
Egon Kapellari ist in der Österreichischen Bischofskonferenz u.a. für Fragen der Kultur zuständig. Seine zahlreichen Publikationen behandeln Themen wie Berührungspunkte zwischen Kirche und Kunst, die Theologie des Symbols, das Kirchenjahr sowie Fragen zwischen Kirche, Politik und Wirtschaft.