Medien: 40 Jahre Zeitschrift "kunst und kirche"
Kirchliche Zeitschrift für Architektur und Kunst entstand aus Fusion von katholischem und evangelischem Fachmedium
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Wien, 20.02.2012 (KAP) Die Zeitschrift für Architektur und Kunst "kunst und kirche" besteht seit 40 Jahren: 1971 wurden die evangelische Zeitschrift desselben Namens und die in Linz unter der Leitung von Günter Rombold erscheinende katholische Zeitschrift "Christliche Kunstblätter" fusioniert und erschienen erstmals als "kunst und kirche. Ökumenische Zeitschrift für Architektur und Kunst". Die Grundausrichtung der vom Springer-Verlag Wien publizierten Vierteljahrsschrift ist die Förderung des Dialogs zwischen zeitgenössischer Kunst und den Kirchen. Gegliedert ist das Medium jeweils in einen Themen- und einen Berichtteil, beides gestaltet auf grafisch hohem Niveau.
"Kunst und kirche" greift laut Verlagsaussendung Fragen auf wie: "Wo entstanden in jüngster Zeit interessante Kirchenbauten? Wie lassen sich Phänomene der Gegenwartsarchitektur zu religiösen Traditionen in Beziehung setzen? Wie transformiert zeitgenössische Kunst zentrale Inhalte christlicher Überlieferung? Und welche Rolle spielt die Kunst im interkulturellen und interreligiösen Dialog?" Kunst und Architektur werden dabei vor einem religiösen und philosophischen Horizont beleuchtet.
Berichte über zentrale Ausstellungen und wichtige Veranstaltungen, Informationen über bemerkenswerte Kirchenumgestaltungen sowie Rezensionen relevanter Neuerscheinungen ergänzen das jeweilige Schwerpunktthema.
Ökumenisches Pionierprojekt
Das zuletzt erschienene Heft 4/2011 trug den Titel "Scham" und blickt in Form eines Gespräches von Prof. Monika Leisch-Kiesl vom Fachbereich Kunstwissenschaft der Linzer Katholisch-Theologischen Privatuniversität (KTU) mit dem mittlerweile 87-jährigen Mitgründer von "kunst und kirche", Günter Rombold, auf die vier Jahrzehnte der Zeitschrift zurück.
Als Motivation zur Fusionierung der 1860 gegründeten österreichischen katholischen mit der 1924 gegründeten deutschen evangelischen Zeitschrift nannte der Doyen des Kirche-Kunst-Dialogs lapidar: "Die Ökumene." So sei der Ökumene-Gedanke in der Zeit nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) sehr stark und voller Hoffnung gewesen. "Wir waren das erste ökumenische Projekt im Kontext einer Zeitschrift", so Rombold.
Heute habe sich der Blick in Richtung interreligiöser Dialog erweitert. "Ich finde, die Zeitschrift geht einen guten Weg", lobte Rombold. "Die Kunst hat sich verändert, und die Zeitschrift greift diese jungen Positionen auf; das finde ich gut."