Oberösterreich: Einblicke in 1.300 Jahre "Kloster-Leben"
Schau "Treffpunkt Kloster-Leben" ab 12. Juni in Linz und in zahlreichen Klöstern - Bischof Schwarz lobt Verdienste der Orden in Verkündigung, im karitativ-sozialen, im Gesundheits- und Bildungsbereich
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Linz, 17.02.12 (KAP) Einblicke in 1.300 Jahre "Kloster-Leben" in Oberösterreich gibt ab 12. Juni eine umfangreiche Ausstellung im Linzer Schlossmuseum sowie in zahlreichen beteiligten Stiften und Klöstern. Der Bogen spannt sich von Jahrhunderte alten Ordensniederlassungen wie Kremsmünster oder Schlägl bis hin zu jüngsten Kongregationen wie etwa den Kleinen Schwestern Jesu, die 1964 ursprünglich für Flüchtlinge gegründet wurde. Das Projekt sei "nicht nur als kulturhistorischer Blick zurück gedacht, sondern auch als eine lebendige Bestandsaufnahme" über die heute noch prägende Ordenspräsenz in Oberösterreich gespannt.
Der Linzer Bischof Ludwig Schwarz sagte am Montag bei der ersten Präsentation des ambitionierten Projekts im Rahmen einer Pressekonferenz in Linz, die Frauenorden und Männerorden Oberösterreichs zeichneten sich durch ihr gläubiges Leben in der Nachfolge Christi aus, "durch die Verkündigung der Frohen Botschaft, durch ihr karitativ-soziales Wirken und durch ihre Arbeit im Gesundheits- und Bildungsbereich". Für ihn als Referatsbischof für die Orden in Österreich sei die Ausstellung "Treffpunkt Kloster-Leben", das die Oberösterreichischen Landesmuseen gemeinsam mit den Ordensgemeinschaften durchführen, "eine besondere Freude".
Als "herausragende Denkmale der oberösterreichischen Geschichte und Kultur" würdigte Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer die Klöster, Stifte und Abteien. "Sie waren und sind kulturelle und wirtschaftliche Zentren, die mit der Entwicklung unseres Landes aufs Engste verknüpft sind."
Schwester Rosmarie Falkner, Vorsitzende der Regionalkonferenz der Frauenorden der Diözese Linz, wies auf die 28 verschiedenen Gemeinschaften und Säkularinstitute in der Diözese Linz mit knapp 1.000 Schwestern bzw. Mitgliedern hin. Die jeweilige Not der Zeit habe "die Schwestern gerufen im Gebet, im Erziehungs- und Bildungsbereich, im Dienst an alten, kranken beeinträchtigten Menschen, in sozialen und pastoralen Aufgaben". Ausstellungsobjekte der Frauenorden würden staunen lassen, auf welche Wege Gott führt und wie gelebter Glaube "Menschen befähigt, der Botschaft Jesu ein Gesicht zu geben", so Falkner.
"Zeichen in Zeit der Unsicherheit"
Mit der Ausstellung möchten die Klöster auch ein "sichtbares Zeichen in einer Zeit der Unsicherheit und Werteverluste setzen", ergänzte der Abt des Stiftes Schlägl und Vorsitzende der Regionalkonferenz der Linzer Männerorden, Martin Felhofer. Kirche und Klöster bräuchten die Öffentlichkeit, um wirksamer auf ihre Ziele, Angebote, Leistungen wie auch auf ihre Sorgen und Probleme aufmerksam zu machen. Die Ausstellung "Treffpunkt Kloster-Leben" solle zugleich einladen, das eine oder andere Kloster auch persönlich zu besuchen und mit Ordensleuten ins Gespräch zu kommen.
Ausgestellt werden rund 300 wertvolle Kunstobjekte sowie persönliche Gegenstände von Menschen, die im Kloster leben und ihre Beweggründe für diese Art der Nachfolge Christi in Videobotschaften darstellen. Über 30 Orden und Kongregationen beteiligen sich an der von Hannes Etzlstorfer kuratierten Ausstellung. Eröffnet wird sie am 12. Juni im Schlossmuseum Linz, tags darauf sind auch die Ausstellungen in den Klöstern zugänglich. Schwerpunktwochenenden sowie ein Klostermarkt am 29. September im Schlossmuseum ergänzen das Angebot.
Weitere Informationen: www.kloster-leben.at
