Hilfsfonds half mehr als 20.000 Schwangeren in Not
Wien, 5.2.07 (KAP) Mehr als 20.000 Frauen hat der Wiener "Diözesane Hilfsfonds für schwangere Frauen in Not" bisher geholfen. Die Spenden an den Fonds - so wird beispielsweise alljährlich zum Muttertag in allen Pfarren der Erzdiözese Wien für diesen Zweck gesammelt - "kommt direkt den Frauen zu Gute, den Verwaltungsaufwand zahlt die Erzdiözese", so die Fonds-Vorsitzende, Katalin Haunold-Vatai, am Montag gegenüber "Kathpress" angesichts der Auseinandersetzungen um das neue Abtreibungszentrum in der "Lugner City".
Der Hilfsfonds wurde 1973 auf dem Höhepunkt der Fristenregelungs-Diskussion auf Initiative des Pastoralrats der Erzdiözese Wien mit Unterstützung von Kardinal Franz König ins Leben gerufen und über Antrag des damaligen Wiener KA-Präsidenten Walter Csoklich gegründet. Grundsatz des "Hilfsfonds" war von Anfang an: "Keine Frau soll aus finanziellen Gründen gezwungen sein, ein ungeborenes Kind abtreiben zu lassen". Jährlich kommen mehr als 1.000 Hilfe suchende Frauen zur Beratungsstelle des Hilfsfonds. Viele von ihnen werden über das Internet und die Homepage "www.hilfsfonds.or.at" auf den diözesanen Hilfsfonds aufmerksam.
Von 15-jährigen Schülerinnen über Studentinnen bis zu Frauen, die schon drei Kinder auf die Welt gebracht haben, treten Frauen aller gesellschaftlichen Schichten mit dem Hilfsfonds in Kontakt. Oft sind finanzielle Notlagen, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, aber auch fehlende Informationen über rechtliche und finanzielle Ansprüche der Anlass, so der Hilfsfonds.
Das Service des Hilfsfonds ist vielseitig. Sowohl telefonische als auch persönliche Beratung ist möglich. Bei Krisen wird bei Behördengängen (Krankenversicherung, Jugendamt, Fremdenpolizei) geholfen und auf Ämtern interveniert. Die Mitarbeiterinnen des Hilfsfonds unterstützen die Frauen auch bei der Arbeitsplatz- und Wohnungssuche. Finanzielle Aushilfen werden je nach Bedarf zum Beispiel als Mietzuschuss, für die Energiekosten oder für den Erwerb einer Waschmaschine gewährt.
Die Beratungsstelle des Diözesanen Hilfsfonds für Schwangere in Notsituationen in der Türkenstraße 3 in Wien 9 ist nach Terminvereinbarung von Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 und von 13 bis 15 Uhr geöffnet (Tel. 01/545.52.22, Internet: www.hilfsfonds.or.at; Spenden: Kto.Nr. 166.801, Bankhaus Schelhammer&Schattera, BLZ 19190).