Katholische Verbände würdigen Kurt Schubert
Wien, 6.2.07 (KAP) Als "bahnbrechenden Judaisten und beispielhaften Mannes des Dialogs" hat die Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände (AKV) den verstorbenen Doyen der Judaistik-Wissenschaft im deutschsprachigen Raum, Prof. Kurt Schubert, gewürdigt. Schubert sei ein geradezu "klassisches Beispiel von Zivilcourage unter dem Naziterror" gewesen. Er habe aber auch in exemplarischer Weise die autonome Verantwortung eines Laien in der Kirche lange vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil wahrgenommen, so die AKV am Dienstag in einer Aussendung.
Der katholischen Kirche habe Schubert einen "unschätzbaren Dienst" erwiesen, indem er die Vordergründigkeit und Haltlosigkeit eines innerkirchlichen Antisemitismus analysiert habe, der "keine seriöse Begründung in den Aussagen der Bibel finden kann", so die AKV. Schuberts unermüdlicher Dialog mit dem Judentum habe ebenso wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse gebracht, wie er das "jahrhundertealte Eis der Gesprächsverweigerung auftauen" konnte. Sein Erbe sei "Verpflichtung für alle, seinen Weg konsequent weiter zu gehen".