Lebenskunst
3.5. | 07:05 | Ö1
LEBENSKUNST – Begegnungen am Sonntagmorgen, 3. Mai 2026, 7:05 – 8:00, Ö1
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„ÜberBrücken“
Nicht aufgeben, weitergehen und dann bleiben – Die Kärntner Superintendentin Andrea Mattioli
Vor gut einem Jahr wurde sie von den Delegierten der Kärntner Superintendentialversammlung im 2. Wahlgang mit der nötigen Zweidrittelmehrheit zur Superintendentin gewählt: die evangelische Pfarrerin Andrea Mattioli. Die 1969 in Süddeutschland, Kreis Heilbronn, geborene Tochter einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters steht damit der Superintendenz – also der evangelischen Diözese – Kärnten und Osttirol vor. Ihr Amt als Nachfolgerin von Superintendent Manfred Sauer hat Andrea Mattioli vor fünf Monaten, am 1. Dezember 2025, angetreten. Sie schätze den „tief verwurzelten Protestantismus in den Gemeinden“, der sich über schwierige Zeiten hinweg erhalten und bewährt habe und die vielen Ehrenamtlichen, die sich mit ihrer Pfarrgemeinde identifizieren, in ihr engagieren und „viel bewegen“, hat sie in ihrer Dankesrede formuliert. Und wie lebt die Frau Superintendentin? Ursula Unterberger hat Andrea Mattioli und ihre Familie in ihrem Haus in der Gemeinde Stockenboi in Kärnten besucht.
Vor allem aber bekleidet euch mit der Liebe – Aspekte der Bibel
(Kolosserbrief 3,12-15a)
Die Pfarrerin und Superintendentin Andrea Mattioli weiß viel vom Leben in Kirchengemeinden. Und ein Brief aus dem 1. Jahrhundert, gerichtet an die junge christliche Gemeinde von Kolossä, heute West-Türkei, und aufgehoben im Neuen Testament der Bibel, spricht ihr besonders aus der Seele. Gedanken zu einem jener Bibelabschnitte, die am 3. Mai für evangelische Gottesdienste vorgesehen sind.
ÜberBrücken – Besuch bei der Übersetzerin und Inklusionsexpertin Susanne Buchner-Sabathy
Nicht sehen können, aber hören und fühlen; komplexe Texte übersetzen, als Beraterin von Kultureinrichtungen tätig sein, sich als Sterbe- und Trauerbegleiterin engagieren, Klavier spielen, im Garten arbeiten: Das alles macht Susanne Buchner-Sabathy. Von Kindheit an stark sehbehindert, ist sie vor 20 Jahren erblindet. Für die promovierte Sprachwissenschaftlerin war das vorerst ein Schock, doch die Brailleschrift ermöglichte ihr wieder den Zugang zu Büchern, zur Literatur – und sie eröffnete neue berufliche Perspektiven. Susanne Buchner-Sabathy arbeitet professionell als Übersetzerin, auch in Zusammenhang mit Computer-Programmiersprachen: „Ich baue Brücken zwischen Kulturen, zwischen Schreibenden und Lesenden, zwischen Experten verschiedener Sprachen und zwischen Wissenschaftlern, Wissenschaftlerinnen und Laien“, schreibt sie auf ihrer Website. Dabei setzt sich Susanne Buchner-Sabathy für Inklusion sowie Barrierefreiheit im Internet ein und spricht sich vehement gegen den Ausdruck „Menschen mit besonderen Bedürfnissen“ aus. Anlässlich des „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ am 5. Mai hat Maria Harmer die „Überbrückerin“ und Übersetzerin in ihrem Haus in Kaindorf bei Hartberg besucht.
„Inspired By Music“ – Musik als Lebenskunst
Musik kann Trost spenden, Hoffnung wecken, neue Perspektiven eröffnen oder ruhige Zuversicht vermitteln. Das wissen besonders auch für an Ö1-Sendungen zum Thema Spiritualität, Religion/en und Ethik wirkende ORF-Journalistinnen und -Journalisten. Im Vorfeld des in Wien stattfindenden Eurovision Song Contest 2026 mit dem Motto „United By Music“ fragt Kerstin Tretina Kolleginnen und Kollegen nach unvergesslichen Momenten „Inspired By Music“. Diesmal kommt die „Lebenskunst-Bibelstimme“ Judith Fürst zu Wort. Sie spricht über Kim André Arnesens „Even When He Is Silent”.
Redaktion & Moderation: Doris Appel
