
Klosterneuburg
Vorläufiger Standort für Privatschule
Klosterneuburg
Vorläufiger Standort für Privatschule
Die Erzdiözese Wien eröffnet ein katholisches Privatgymnasium in Klosterneuburg und hat den vorläufigen Standort dafür am Sonntag bekanntgegeben. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Unterricht ab Herbst 2019 neben dem ehemaligen Essl-Museum, wo auf einem Grundstück des Stiftes Klosterneuburg in den kommenden Monaten eine provisorische Schule aus modularer Holz-Glas-Bauweise errichtet wird, heißt es in der Aussendung. Nach Fertigstellung des eigentlichen Schulgebäudes in voraussichtlich drei Jahren sollen die Klassen dann in dieses umziehen.
Die Schulamtsleiterin der Erzdiözese Wien, Andrea Pinz, lobte bei einer Standortbegehung am Wochenende die "konstruktive Zusammenarbeit" zwischen Stift, Land und Kirche sowie auch den provisorischen Standort am ehemaligen ÖAMTC-Gelände. Mit der neuen Schule wolle die Erzdiözese Wien "Akzente setzen" in Klosterneuburg und auch innerhalb der derzeit 25 Bildungseinrichtungen in ihrer Trägerschaft. Der Fokus der Schule werde auf der "reflektierten und zeitgemäßen pädagogischen Ausrichtung nach dem christlichen Menschen- und Weltbild" liegen. Erfreut zeigte sich auch Stadträtin Maria T. Eder über die Stärkung des "Bildungs- und Wissenschaftsstandortes" Klosterneuburg.
Für den endgültigen Schulbau laufen die Verhandlungen derzeit noch, erklärte Schulamtsleiterin Pinz am Montag gegenüber "Kathpress". Der von der Erzdiözese Wien präferierte Standort dafür wäre im sogenannten "Pionierviertel" - ein neuer, 1.200 Hektar großer Stadtteil Klosterneuburgs für bis zu 3.000 Bewohner, der in den nächsten zehn bis 15 Jahren entstehen soll. Die Entwicklungen in diesem Viertel, das sich noch in der Planungsphase befindet, gelte es bezüglich der Schule vorerst abzuwarten, sagte Pinz. Am Schulbau selbst wolle man in jeden Fall festhalten, notfalls an einem anderen Standort.
Wie der designierte Schulleiter Johannes Poyntner berichtete, laufen die Anmeldungen für das Schuljahr 2019/20 im "Privaten Gymnasium Klosterneuburg" seit Dezember. Der Andrang für die 50 Schulplätze sei so groß, dass es nur noch wenige Restplätze gebe. Seitens der Eltern seien die Rückmeldungen für das pädagogische Konzept überaus positiv. Dessen Planung sowie auch die der organisatorischen und schulrechtlichen Aspekte obliegt einem eigenen Planungsteam der ebenfalls von der Erzdiözese Wien getragenen Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems.
Das Private Gymnasium Klosterneuburg wird ab der dritten Klasse wahlweise zwei verschiedene Zweige - Gymnasium und Realgymnasium - anbieten. Inhaltlich setzen beide Schulformen auf einen deutlichen MINT-Schwerpunkt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), der u.a. zusätzliche Informatik-Stunden beinhaltet. Das Unterrichtsfach "Digitale Grundbildung" wird ab der ersten Klasse gelehrt. Dem gymnasialen Zweig wird eine profunde Fremdsprachenausbildung zugrunde liegen.
Weitere pädagogische Schwerpunkte sind soziales Lernen, beispielsweise durch klassenübergreifende Sozialprojekte in der Oberstufe, sowie die Vermittlung von wertorientierten Inhalten auf Basis des christlichen Weltbildes. Der Besuch eines konfessionellen Religionsunterrichtes sowie die Teilnahme an den schulischen Festen im christlichen Jahreskreis ist für Schüler verpflichtend.
Quelle: Kathpress