
Lackner segnet renoviertes Stiftsgebäude in Seekirchen
Dass der christliche Glaube immer auf Gemeinschaft ausgerichtet ist, hat der Salzburger Erzbischof anlässlich der Segnung eines Gebäudes unterstrichen, mit dessen Renovierung dieser Gedanke bestens zum Ausdruck kommt: Das vor 340 Jahren erbaute Kollegiatstift Seekirchen in der gleichnamigen Gemeinde am Wallersee wurde seit dem Sommer 2018 umfassend saniert und umgebaut. Lackner segnete die acht neuen, barrierefreien Wohnungen, Büros und Pfarrräumlichkeiten nach einem Festgottesdienst am Sonntag.
"Der Ort des Glaubens liegt im 'Wir' und nicht exklusiv im 'Ich'", sagte der Erzbischof vor dem Seekirchner Bürgermeister Konrad Pieringer und zahlreichen weiteren Mitfeiernden. Jesu Botschaft von der Auferstehung gelte immer der Gemeinschaft und nicht einem alleinigen Dasein. "Das Stift Seekirchen möge ein Haus für alle sein", so der Segenswunsch Lackners, "nicht ein Haus der verschlossenen Türen, wo nur der Auferstandene hineinzukommen vermag, sondern ein Ort der Gastfreundschaft, der Ruhe und Begegnung".
Die Gesamtkosten für die Generalsanierung belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro und werden zum Großteil von der Pfarre Seekirchen und der Erzdiözese Salzburg getragen. Das Stift werde auch in Zukunft für Seekirchen und die ganze Region "Lebensraum und Glaubensraum" sein, versicherte Ortspfarrer Harald Mattel, zugleich Bischofsvikar für die Junge Kirche der Erzdiözese Salzburg.
Verbindung zu heiligem Rupert
Der erste Kirchenbau in der Flachgauer Pfarre entstand bereits im Jahr 696, Gründer war der Salzburger Landespatron heiliger Rupert. Nach einem Kirchenbrand 1669 beschloss Erzbischof Max Gandolf von Kuenburg nicht nur den Wiederaufbau der Kirche, er gründete am 28. März 1679 auch das Kollegiatstift. Anstelle des alten Pfarrhofs wurde ein großer dreigeschoßiger Bau als gemeinsames Stiftsgebäude errichtet. Beim Übergang Salzburgs an Österreich 1806 wurde das Stift offiziell aufgehoben, 1832 auf Anordnung von Kaiser Franz I. aber wiederhergestellt. Das heutige Kapitel besteht aus Stiftspropst Detlef Lenz, sechs Kapitular- und drei Ehrenkanonikern.
Quelle: kathpress