
Naher Osten: ICO-Winternothilfe voll angelaufen
Die Winternothilfe der Initiative Christlicher Orient (ICO) in Syrien, im Irak und im Libanon läuft auf Hochtouren, wie das in Linz ansässige Hilfswerk am Donnerstag mitteilte. Unter dem Motto "Wärme schenken" versucht die ICO Menschen in Not mit warmer Bekleidung, warmen Unterkünften und warmen Mahlzeiten zu unterstützen, "damit sie halbwegs gut über den Winter kommen", so ICO-Obmann Slawomir Dadas: "Wir konnten zuletzt nicht nur weit über 100.000 warme Mahlzeiten finanzieren, sondern haben auch unzähligen Familien mit warmer Kleidung und Heizöl geholfen."
Einige Beispiele der ICO-Winterhilfe: Im Nordirak wurden hunderte besonders bedürftige Familien mit Heizöl versorgt, damit sie ihre Unterkünfte warm halten können. Jede Familie erhielt zwischen 75 und 200 Litern. Neben Christen galt die Hilfsaktion auch muslimischen und jesidischen Familien. Im Libanon versorgte die ICO hauptsächlich kirchliche Schulen, Heime und weitere Sozialeinrichtungen mit Heizöl.
In der zentralsyrischen Region Homs fand vor wenigen Tagen eine Lebensmittelverteilung der Syrisch-katholischen Kirche an bedürftige Familien statt. 250 christliche und muslimische Familien konnten so für einige Zeit mit dem Notwendigsten versorgt werden.
In Aleppo konnten 1.200 Kinder und Jugendliche mit Winterjacken und Winterschuhen ausgestattet werden. Projektpartner vor Ort war die von den Franziskanern geführte katholische Pfarre St. Francis, die Hilfe kam Kindern aller christlichen Konfessionen in der Stadt zugute.
Gemeinsam mit den Franziskanern betreibt die ICO seit einigen Monaten auch eine Suppenküche in Aleppo, in der täglich tausend Mahlzeiten für die Ärmsten der Armen zubereitet werden. Zu den Begünstigten gehören u.a. 200 Personen mit Behinderung sowie zahlreiche Patienten eines Krankenhauses, in dem keine Mittel mehr für die Versorgung mit Nahrungsmitteln vorhanden sind. Neben Christen würden auch 200 Muslime mit warmen Mahlzeiten versorgt, so die ICO, die laut eigenen Angaben allein in Aleppo bereits mehr als 100.000 Mahlzeiten finanziert hat.
Die Suppenküche bereite derzeit aber auch Sorgen, so ICO-Generalsekretärin Romana Kugler. Denn die Finanzierung sei nur bis Jänner gesichert. Kugler: "Wir hoffen und vertrauen auf Solidarität und Nächstenliebe und haben einen großen Spendenaufruf gestartet." Obmann Dadas ergänzte: "Wir würden uns sehr freuen, wenn auch die Diözesen in Österreich so wie die Erzdiözese Köln dazu beitragen könnten, den Ärmsten in Aleppo täglich ein warmes Essen zu ermöglichen."
(Infos: www.christlicher-orient.at bzw. www.facebook.com/initiativechristlicherorient)
Quelle: kathpress