
Linz: Caritas startet regelmäßige Umfragen unter Pflege-Mitarbeitenden
Mit dem Projekt "CareEcho 4.0" hat die Caritas Oberösterreich eine digitale Befragung ihrer mehr als tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Betreuung und Pflege gestartet. Damit sollen deren Sorgen und Wünsche besser erkannt und gelöst werden. Die Arbeiterkammer (AK) OÖ hat mit ihrem Zukunftsfonds die Hälfte der Umfragekosten übernommen, hieß es am Dienstag in einer Aussendung. Bereits jetzt habe sich durch das Projekt die Kommunikation zu den Mitarbeitenden verändert, wird darin Caritas-OÖ-Geschäftsführerin Andrea Anderlik zitiert. Es lasse eine weitere Form der Erreichbarkeit und Rückmeldung zu. "Nun wissen wir besser, wo die Kolleginnen und Kollegen belastet sind und welche Ideen sie für Verbesserungen haben."
Mit mehr als 1.160 Beschäftigten ist der Fachbereich Betreuung und Pflege der Caritas ein großer Arbeitgeber in Oberösterreich. Zusätzlich zu einer regelmäßigen Mitarbeiterbefragung wird nun alle vier Wochen ein kurzer Fragebogen auf den Geräten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeblendet. So sei schnell festzustellen, ob Verbesserungen im Arbeitsalltag auch wirklich bei den Betroffenen ankommen. Zudem können die Führungskräfte können rasch auf Probleme reagieren. Über ein anonymes Kritikfeld können auch heikle Themen angesprochen werden.
Der Betriebsrat sei von Anfang an in das Projekt eingebunden gewesen, um den Datenschutz zu prüfen und die Fragen gemeinsam zu reflektieren, hieß es seitens der Caritas. Der Einsatz digitaler Befragungen zeige, dass Beschäftigte unterschiedliche Möglichkeiten schätzen, um mit ihren Führungskräften in Kontakt zu treten.
AK-Präsident Andreas Stangl verwies auf die große Reichweite des Zukunftsfonds: Seit seiner Gründung im Frühjahr 2019 wurden 150 Projekte in Oberösterreich unterstützt und in Summe 70.000 Beschäftigte erreicht. Bis 1. Juli können Unternehmen, Vereine oder Betriebsräte, die die Arbeitsbedingungen der Menschen in der digitalisierten Welt verbessern wollen oder mittels Digitalisierung ihre Arbeitsabläufe erleichtern wollen, unter www.arbeitmenschendigital.at neue Projekte einreichen.
Quelle: kathpress