
Olympiakaplan: Mit Paralympics "Signal des Friedens" aussenden
Überschattet vom Krieg in der Ukraine beginnen am Freitag die "Paralympischen Spiele" in Peking. "Ich habe die Hoffnung, dass wir ein positives Signal des Friedens und der Freude in die Welt hinausschicken können", betonte Olympiakaplan P. Johannes Paul Chavanne, der die Sportlerinnen und Sportler des österreichischen Paralympics-Teams nach Peking begleitet, im Interview der Nachrichtenagentur Kathpress.
Schon im Vorfeld habe es "sehr gute Gespräche" gegeben, berichtete der Ordensmann aus dem Stift Heiligenkreuz am Mittwochabend unmittelbar vor dem Abflug der Delegation. Geplant ist während der Paralympics etwa eine Heilige Messe. Zudem stehe er den Athletinnen und Athleten für "Gespräche aller Art zur Verfügung, auch für Beichtgespräche". Denn, "von Gott er bei den Menschen zu sein", sei auch hier sein Auftrag.
Den größten Unterschied zu den klassischen Olympischen Spielen sieht der Olympiakaplan neben der körperlichen Behinderung der Menschen in der Größe der Spiele. Die kleineren Paralympics sind für ihn "familiärer", in einer "nicht ganz so gestressten Atmosphäre".
Trotz der massiven Kritik an den Menschenrechtsverletzungen, an Überwachungsmethoden Chinas und trotz des Krieges in der Ukraine hofft die Diözesansportgemeinschaft Österreichs (DSGÖ) auf "großes Interesse" an den Paralympischen Spielen. "Die österreichischen Athletinnen und Athleten haben sich über Monate und Jahre auf dieses sportliche Highlight vorbereitet", betonten Sepp Eppensteiner und Pepi Frank vom DSGÖ-Vorsitzteam in einer Aussendung zum Beginn der Spiele. Daher gelte es auch, die Sportler von zu Hause aus zu unterstützen: "indem wir ihnen vor dem Fernseher oder via Sozialen Medien die Daumen drücken! Und indem wir ihnen schreiben, sie ermutigen und zu ihren Leistungen gratulieren."
Die "Kirchensport-Familie" bestaune die Leistungen der Teilnehmenden an den Paralympics jedes Mal. Oft hätten die Sportlerinnen und Sportler schwere Schicksale hinter sich und müssen mühsam den Alltag bewältigen, gaben die DSGÖ-Vertreter zu bedenken. Zugleich erinnerten sie an den früheren, langjährigen Olympiakaplan, den Salesianerpater Bernhard Maier, der jüngst sagte: "Trotz aller Schicksalsschläge: Die paralympischen Sportler lieben das Leben. Sie haben unglaubliche Reserven, um Defizite zu kompensieren und Höchstleistungen hervorzurufen."
Die Paralympischen Spiele vom 4. bis 13. März sind der sportliche Höhepunkt für die weltbesten Athletinnen und Athleten mit körperlicher Behinderung. Eppensteiner und Frank wünschten den Sportlerinnen und Sportlern in der Aussendung "viele sportliche Erfolge und wunderbare Begegnungen - trotz aller zu erwartenden restriktiven Einschränkungen wegen Corona". Zudem hoffe auch die DSGÖ: "Vielleicht erinnern die Spiele die russische Regierung daran, dass die Olympische Gemeinschaft eigentlich eine Friedensbewegung ist."
Quelle: kathpress